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Landesbühnen spielen in den USA

Das Stück „In Gottes eigenem Land“ wird in einer englischen Fassung gemeinsam mit amerikanischen Schauspielern und Chören aufgeführt.

© Landesbühnen Sachsen/Martin Reißmann

Von Nina Schirmer

Radebeul. Im Jahr 1742 wanderte der Theologe und Prediger Heinrich Melchior Mühlenberg nach Pennsylvania aus, um die dort ansässigen deutschen Gemeinden zu betreuen. Sein Ziel: eine institutionalisierte, lutherische Kirche aufbauen. Von dieser Mission erzählt das Theaterstück „In Gottes eigenem Land“, mit dem die Landesbühnen Sachsen jetzt in die USA reisen. Und zwar genau dort hin, wo die Geschichte spielt.

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Die Schauspieler treten mit dem Stück unter anderem in der Kirche in Trapp in Pennsylvania auf, die Mühlenberg einst bauen ließ. Außerdem sind zwölf Vorstellungen in Salisbury und Hickory in North Carolina geplant. Die Schauspieler aus Radebeul werden dabei nicht alleine auf der Bühne stehen. Kollegen am Piedmont Players Theater in Salisbury proben derzeit ebenfalls an dem Stück. Wenn die deutschen Schauspieler dann Anfang Oktober anreisen, wird alles zusammengeführt, sagt Landesbühnen-Intendant Manuel Schöbel. „Diese Koproduktion wird zur Begegnung der Kulturen.“ Denn wie bei den Aufführungen in Deutschland werden auch in den USA Laienschauspieler und Chöre in das Theaterstück einbezogen.

Angeleitet werden sie von Austin Jacob Young. Der Amerikaner hatte das Theaterstück in Radebeul als zweiter Regieassistent mitinszeniert und außerdem zwei kleine Rollen übernommen. Er weiß also, worauf es ankommt, wenn das Stück nun in den USA auf die Bühne kommen soll.

Die Gastspielreise wird neben der Sächsischen Staatskanzlei auch vom US-Generalkonsulat Leipzig finanziell unterstützt. Konsul Jon Magsaysay hatte sich den Stoff vorher schon angesehen und war begeistert. „Das Theaterstück macht deutlich, wie tief verwurzelt die Verbindungen zwischen den USA und Deutschland sind. Sie sind über Jahrhunderte gewachsen durch Einwanderung und kulturellen Austausch“, sagt er. „Wir wollen, dass das Stück ein möglichst breites Publikum auf beiden Seiten des Atlantiks erreicht. Denn es zeigt nicht nur die historischen Verbindungen zwischen unseren Ländern. Es ist auch ein tolles Beispiel für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit.“ Am 4. Oktober geht der Flieger, vier Wochen bleiben die Radebeuler in den USA.