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Sport

Sachsens Fußball ändert den Modus

Die Landesliga spielt jetzt mit 22 Teams und nach der Hinrunde in zwei getrennten Gruppen. Und einige Mannschaften müssen noch einen Nachteil hinnehmen.

In der Landesliga treten in der neuen Saison mehr Teams gegen den Ball.
In der Landesliga treten in der neuen Saison mehr Teams gegen den Ball. © Symbolbild: Matthias Rietschel

In der Fußball-Landesliga kommt es in der neuen Saison zum Novum. 22 Mannschaften werden am Start sein, sechs mehr als in der Vorsaison. Grund ist die Aussetzung des Abstiegs 2019/20 und der Wille aller sechs aufstiegsberechtigten Landesklasse-Mannschaften, ab September in der sechsten Liga anzutreten.

Ein Spieljahr mit Hin- und Rückrunde ist daher nicht durchführbar, 42 Punktspiele sind Amateur-Mannschaften nicht zuzumuten. Gespielt wird nun zunächst eine Hinrunde mit 21 Spieltagen. Die zehn bestplatzierten Mannschaften ermitteln danach in einer Meisterrunde mit neun Spieltagen den Landesmeister, die übrigen zwölf Vereine in einer Abstiegsrunde mit elf Spieltagen die Absteiger. Die in der Hinrunde erreichten Punkte, Tore und Gegentore werden mitgenommen. Da der Verband für die Saison 2021/22 eine Reduzierung der Liga von 22 auf 18 Mannschaften plant, drohen bis zu acht Absteiger.

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Geteilte Reaktionen

Die Landesklasse wird ab September in vier Staffeln mit jeweils 16 Teams spielen. Die strenge Zuordnung der Aufsteiger aus den Kreis- und Stadtfußballverbänden sowie territorialen Grundsätze konnten diesmal bei der Staffelzusammensetzung aber nicht ausnahmslos durchgesetzt werden. Hermann Winkler, der Präsident des sächsischen Fußball-Verbandes, weiß um die Problematik. „Uns ist klar, dass einige Mannschaften in den sauren Apfel beißen müssen. Aber außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Für die Bereitschaft dieser Vereine möchte ich mich ganz besonders bedanken. Ich bin überzeugt, dass wir eine faire Lösung gefunden haben“, sagt Winkler.

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So wechseln beispielsweise der SV Wesenitztal und der BSV 68 Sebnitz von Staffel Mitte in die Staffel Ost. Die Reaktionen sind geteilt. „Unser Vorteil ist, dass uns in der Ost-Staffel keiner kennt“, meint Uwe Rahle, Trainer der Wesenitztaler, merkt aber an: „Der Nachteil ist, wir kennen auch keinen – und unsere Derbys gegen Pirna, Heidenau und Dohna sind futsch.“ Ex-Dynamo-Keeper Uwe Kuhl, seit 1. Juli als Trainer in Sebnitz, sieht es positiv: „Wir haben etliche gestandene Spieler, die seit Jahren gegen die gleichen Mannschaften spielen. Jetzt geht es unter anderem gegen den Dresdner SC und Borea. Ich finde das gut.“

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