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Landet der BMW im Müll?

Mit dem Tauwetter tauchte das verwaiste Auto an der B 170 wieder auf. Dem Eigentümer wurde nun eine Frist gesetzt.

© Egbert Kamprath

Von Mandy Schaks

Altenberg. Wer dachte, der schwarze BMW auf dem Parkplatz am Bauweg an der B 170 bei Altenberg ist endlich verschwunden und hat den Weg zu seinem Besitzer gefunden, der sieht sich getäuscht. Nach dem Tauwetter, das auch im Bergland einsetzte, tauchte das Fahrzeug aus einer Schneewolke wieder auf – mit einem großen, orangefarbenen Aufkleber am Heck.

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Damit wird der Besitzer nunmehr daran erinnert, dass der Wagen bis zum Ablauf des 29. Januar 2016 hier endgültig verschwinden muss. Ansonsten gelte das Fahrzeug als Abfall. Und das bedeutet, dass der Wagen schlimmstenfalls in der Schrottpresse landet. Das wäre nicht das erste Mal im Landkreis, das einem herrenlosen Fahrzeug dieses Schicksal ereilt. Kurz vor Weihnachten hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr einen weißen Mazda mit Paderborner Kennzeichen abschleppen und entsorgen lassen, der seit Sommer verwaist am Pirnaer Zubringer zur Autobahn A 17 stand.

So lange dümpelt der BMW in der Parkbucht an der B 170 von Altenberg in Richtung Dippoldiswalde zwar noch nicht vor sich hin. Doch ärgerlich ist es allemal. Und der Eigentümer – angeblich ein Däne – scheint kein sonderliches Interesse daran zu haben, seinen Pkw wiederzubekommen. Das Fahrzeug war im November von der Polizei gestoppt und kontrolliert worden. Dabei stellte sich nach Angaben der Polizeidirektion Dresden heraus, dass mit den Nummernschildern etwas nicht stimmt. Deshalb wurden die Kennzeichen am Pkw entfernt, und der Wagen musste stehen bleiben. Die Polizei nahm Ermittlungen auf wegen des Verdachts der Urkundenfälschung.

Den BMW aber holte niemand ab. Nun mussten sich die Behörden erst einmal einig werden, wie es mit dem Fahrzeug weitergeht. „So einen Fall hatten wir alle noch nicht“, erläutert Peter Guderle, Referatsleiter für Betrieb und Verkehr beim Landratsamt. Das seien besondere Umstände. Die Kreisverwaltung, die unter anderem für den Unterhalt der Bundes- und Staatsstraßen zuständig ist, könne sich nicht einfach an einem Auto vergreifen, was am Fahrbahnrand herumsteht. Es müsse erst seitens der Polizei und des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr klar sein, was es mit dem Auto auf sich hat. Das scheint nun geschehen zu sein. Die Uhr läuft.