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Landrat drängt auf Lösung zum Wolf

Der Bautzener Kreischef Michael Harig bittet den Präsidenten der EU-Kommission um rechtssichere Regeln für eine Gefahrenabwehr.

© Uwe Soeder

Bautzen/Brüssel. Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) hat jetzt dem Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, persönlich die Probleme der Region mit der ungehinderten Ausbreitung der Wölfe geschildert. Die Situation würde inzwischen zu „gravierenden Konflikten“ führen und verschärfe sich kontinuierlich, so Harig. In seinem Brief bittet er deshalb dringend darum, den strengen Artenschutz aufzuheben. Die Artenschutz-Konventionen der EU seien formuliert worden, als es keine Wölfe in Mitteleuropa gab, so der Landrat. Von den nun anwesenden Tieren würden aber Gefahren ausgehen, denen dringend begegnet werden müsse.

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Für den Fall, dass eine Aufhebung des Schutzstatus kurzfristig nicht realisierbar sei, müssten zumindest rechtliche Grundlagen für eine Gefahrenabwehr geschaffen werden, schreibt Harig. Dafür sollten Mindestabstände zu Wohnsiedlungen und Nutztierbeständen fest definiert werden, schlägt er vor. Bei Unterschreitung dieser Mindestabstände sollten Jäger nicht nur das Recht, sondern die Pflicht haben, Wölfe im Sinne der Gefahrenabwehr zu bejagen. Anlass des Briefs war ein Vorfall Ende Juni, bei dem Wölfe des Rosenthaler Problemrudels einen Hirsch mitten durch den Ort Cunnewitz gejagt hatten. (SZ/ju)