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Landrat genehmigt Goldzug-Bohrung

Die Existenz eines vermeintlichen Goldzuges mit geraubten Nazigold zwischen Wroclaw und Walbrzych soll nun bewiesen oder widerlegt werden.

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© dpa

Von Klaus-Peter Längert

Die Suche nach einem vermeintlichen Panzerzug mit geraubtem Nazigold, nahe dem Kilometer 60 der Eisenbahnlinie Wroclaw – Walbrzych, hält an. Im November hatten sich zwei Teams ins Suchgebiet begeben, um zum Beispiel unter Einsatz eines Georadars neue Erkenntnisse zu gewinnen und zu dokumentieren.

Beide Gruppen kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Auf den Punkt gebracht: Das Unternehmen „XYZ“ der beiden Goldzug-Entdecker Piotr Koper und Andreas Richter geht nach wie vor von der Existenz von bis zu zwei Zügen aus, die in einem Tunnel verborgenen sein könnten. Die beteiligten Wissenschaftler der Bergakademie Krakau hingegen legten sich darauf nicht fest. Ihre Messungen deuteten lediglich das Vorhandensein eines Tunnels an. Um endgültig Klarheit zu bekommen, soll der zuständige Landrat Roman Szelemej, regionalen Onlinemedien zufolge, intensive Bohrungen beziehungsweise Grabungen genehmigt haben. Sie sollen die tatsächliche Existenz des Zuges entweder bestätigen oder ausschließen.

Keinesfalls werde sich die Kommune finanziell an den kostenaufwendigen Arbeiten beteiligen. Ebenso hänge ein solches Vorhaben von der Zustimmung des Amtes für Denkmalpflege und des Bahnbetreibers PKP ab. Eine solche Entscheidung ist auch wegen der weltweiten Aufmerksamkeit für die Region Walbrzych (Waldenburg) wichtig. Anderenfalls würde das betroffene Terrain über Jahre von Hobbyschatzsuchern durchforscht. Aus Sorge um deren Sicherheit sei dann ein enormer Aufwand durch den Eisenbahnschutz und die Polizei zu betreiben.

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