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Lange Schlangen an den Haltestellen

Busfahrer von Subunternehmen der DVB fordern bessere Arbeitsbedingungen. Für viele Fahrgäste bedeutete das am Mittwoch vor allem eins: warten.

© André Wirsig

Dominique Bielmeier

Gestern Morgen auf einem Betriebshof in Gruna: Hier stehen die Busse von Taeter Tours in Reih und Glied. Eigentlich sollten sie gerade auf Dresdens Straßen unterwegs sein. Doch das Subunternehmen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wird bestreikt.

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Demonstrativ stellen sich die Fahrer mit „Warnstreik“-Plakaten vor ihre Busse. Mit dabei ist auch Frank Fischer, der Verdi-Geschäftsführer des Bezirks Dresden-Oberelbe. „Die Beschäftigten haben mit dieser Maßnahme gezeigt, dass sie zu ihren Forderungen stehen“, erklärt er. Die streikenden Männer und Frauen von Taeter Tours wollen unter anderem gerechtere Löhne, mindestens 28 Urlaubstage im Jahr und eine jährliche Sonderzahlung von 620 Euro. Auch solle es keine Schichten von über zwölf Stunden mehr geben, ergänzt Jürgen Becker vom Fachbereich Verkehr bei Verdi. Um ihre Forderungen durchzusetzen haben die Beschäftigten von zwei Subunternehmen der DVB gestern Morgen für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Neben Taeter Tours wurde auch bei Satra Eberhardt gestreikt.

Insgesamt 35 von 165 Linienbussen blieben zwischen 4 und 8 Uhr morgens in ihren Depots. Da sie auf DVB-Linien, vor allem am Stadtrand, eingesetzt werden, gab es Fahrtausfälle und längere Wartezeiten. Geschätzte 30.000 Fahrgäste mussten sich teils mehrere Minuten lang gedulden, bis der nächste Bus kam. Besonders auf den Linien 65 und 90 musste laut DVB-Angaben lange gewartet werden, die 92 fuhr zeitweise gar nicht. Auch auf vielen 60er- und 80er-Strecken fielen Fahrten aus. Insgesamt waren 13 Buslinien betroffen; die Straßenbahnen fuhren weiter regelmäßig. Viele Fahrgäste überraschte der Streik auf dem Weg zur Arbeit. Die DVB beantworteten auf Twitter Fragen zu Abfahrtszeiten

Der Streik kam plötzlich: Erst am Dienstagabend hatte Verdi über den Arbeitskampf informiert. Da war noch nicht klar, ob es bei einem Warnstreik bleiben würde. Die Beschäftigten von Taeter Tours kämpfen seit zehn Monaten für bessere Arbeitsbedingungen, die Mitarbeiter von Satra Eberhardt stellten ihre Forderungen schon im Mai vergangenen Jahres. „Nun muss sich der Arbeitgeber positionieren, wie es weitergeht“, so Fischer.