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Lange Uhren mit Messe zufrieden

Die Zeitmesser werden weiter weltweit nachgefragt. Allerdings spürt die Firma die Probleme von einstigen Wachstumsregionen.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Glashütte/Genf. Mit sieben neuen Uhren hat sich der Glashütter Luxusuhrenhersteller Lange auf dem Genfer Uhrensalon präsentiert. Nach fünf Tagen am Messestand zieht Firmensprecher Arnd Einhorn ein positives Resümee. Die Messe sei „wieder ein großer Erfolg“ gewesen. „Unsere Neuheiten sind bei Presse und Fachhandel auf einhellige Begeisterung gestoßen, die sich auch in einer starken weltweiten Nachfrage äußert“, sagt Einhorn. Dennoch verschweigt er nicht, dass sich die Luxusuhrenbranche generell in einem „herausfordernden Umfeld“ bewege. Die Einschätzung teilt auch der Dresdener Luxusexperte Frank Müller. Die Nachfrage nach teuren Uhren habe in verschiedenen Regionen nachgelassen. Das belegen Zahlen, die die schweizerische Uhrenindustrie veröffentlicht habe. Demnach sind deren Exporte 2015 im Vergleich zum Vorjahr nach China um knapp neun Prozent, nach Hongkong um 24 und nach Russland um 29 Prozent gesunken.

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Nachfrage hält weiter an

Zum Teil bekommt das auch Lange zu spüren. So in China. „Auch wenn sich die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre im Land aktuell nicht mehr erreichen lassen, ist die Nachfrage nach unseren Zeitmessern bei chinesischen Kunden ungebrochen. Der Umsatz hat sich lediglich auf andere Märkte verlagert, denn viele Chinesen kaufen im Ausland“, sagt Einhorn.

Die Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die dort zu einem Einbruch der Wirtschaft geführt haben, hat für Lange bisher keine Folgen. „Wir stellen bisher keine Auswirkungen auf den Umsatz fest. Das Interesse der russischen Uhrenliebhaber an unserer Marke ist weitgehend konstant geblieben“, sagt Einhorn.

Inzwischen ist das Messeteam wieder in Glashütte. Dort wurde mit der Fertigung der bestellten Uhren begonnen. „Die ersten Modelle kommen bereits in wenigen Wochen in den Handel“, sagt Einhorn.