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Langer Winter sorgt für Bauverzug

Die Bauarbeiter auf der Baustelle des neuen Alloheimes machen derzeit Überstunden. Sie müssen etwa einen Monat aufholen.

© André Braun

Von Verena Toth

Waldheim. Endlich haben sich Schnee und Frost auch von der Baustelle des künftigen neuen Alloheimes für Senioren verabschiedet. Obwohl der Rohbau an der Waldheimer Breitscheidstraße Stück für Stück wächst, müssen die Bauarbeiter derzeit Extraschichten einlegen. „Der lange und späte Winter hat uns im Plan etwa um einen Monat zurückgeworfen“, muss Harald Rogalinski, Geschäftsführer der Modern Living Gesellschaft für kundenorientiertes Bauen mbH, berichten. Sein Unternehmen ist der Bauherr der neuen Seniorenresidenz. „Wir haben die Baukolonne verstärkt und arbeiten Zusatzschichten an den Sonnabenden, um den Verzug wieder herauszuholen“, ergänzt er.

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Die nächsten Bauabschnitte werden bereits geplant: „Wir haben mit der Ausschreibung der Hauptgewerke, wie Heizung und Sanitär begonnen. Wir sind optimistisch, gute regionale Firmen für diese Aufträge zu finden“, sagt er. Sobald der Rohbau steht, könne es sofort damit weitergehen. Dennoch rechne er damit, dass der geplante Eröffnungstermin im April nächsten Jahres nicht zu schaffen sein wird. „Wir denken jetzt eher über den Mai 2019 nach“, so Rogalinski.

Das neue Heim an der Breitscheidstraße wird von der Alloheim-Gruppe betrieben – genauso wie das bereits existierende an der Härtelstraße 25. Es werden aber zwei eigenständige Pflegeeinrichtungen sein, die nebeneinander existieren. Die Investitionssumme beträgt rund 8,7 Millionen Euro. In dem dreigeschossigen Heim soll Platz für 117 Bewohner sein. In dem Objekt werden 15 Doppel- und 87 Einzelzimmer entstehen.

Die Alloheim-Gruppe

Der Hauptsitz der Alloheim Seniorenresidenzen ist in Düsseldorf. Die erste Alloheim-Residenz wurde in Bad Marienberg im Jahr 1973 von Alois Mollik gegründet. Seither ist Alloheim kontinuierlich gewachsen – durch die Errichtung eigener Residenzen oder die Übernahme existenter Häuser.

Die Gruppe besteht derzeit aus 165 stationären Pflegeeinrichtungen, 27 Einrichtungen mit Betreutem Wohnen und 17 Ambulanten Diensten. Sie gehört damit zu den drei größten privaten Anbietern in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 15500 Mitarbeiter.

Die bereits existierende Waldheimer Pflege-Residenz „Am Eichberg“ bietet 80 Pflegeplätze, die auf 46 Einzel- und 17 Doppelzimmer in familiären Wohnbereichen verteilt sind. Außerdem werden Plätze zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege angeboten.

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Bevor sich im kommenden Jahr in dem Neubau die Türen öffnen und die ersten Bewohner einziehen können, ist für Manuela Ulbricht, Leiterin des Heimes „Am Eichberg“, aber noch jede Menge zu tun. „Wir haben damit begonnen, den Innenausbau zu planen. Das heißt, es werden Möbel, Einrichtung und Farben ausgesucht. Nach den Rohbauarbeiten soll es innen nahtlos weitergehen“, berichtet sie.

Obwohl der Tag der Eröffnung noch gut ein Jahr entfernt ist, wird schon nach der Belegschaft des neuen Hauses gesucht. „Gerade weil das Finden von guten Pflegefachkräften deutschlandweit ein schwieriges Thema ist, haben wir bereits jetzt damit angefangen. Wir nehmen Bewerbungen entgegen, führen Auswahlgespräche und wir bemühen uns, die ersten Teams zusammenzustellen und in unseren bestehenden Einrichtungen arbeiten zu lassen“, erklärt Manuela Ulbricht. Ein ganzes Jahr Vorlaufzeit zu haben, sei dabei ein entscheidender Vorteil. „Eben weil es heutzutage so schwierig ist, geeignetes Fachpersonal zu finden, können wir diese Zeit optimal dafür nutzen. Außerdem profitieren wir auch von unserem großen Netzwerk in der Alloheim-Gruppe“, ergänzt sie noch.

Etwa 80 bis 90 Arbeitsplätze in den Bereichen Küche, Wäscherei, Haustechnik, Verwaltung und hauptsächlich in der Pflege werden in dem neuen Haus entstehen. „Wir werden auch ausbilden, das bedeutet, wir nehmen nicht nur Bewerbungen von Hilfs- und Fachkräften entgegen. Es können sehr gern auch künftige Auszubildende schon jetzt an uns herantreten“, macht die Heimleiterin deutlich.