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Sachsen

Lasst uns helfen

Lichtblick will Menschen unterstützen, die durch die Corona-Krise in Not geraten. Die Stiftung baut auf die bewährte Hilfsbereitschaft der großen SZ-Familie.

Die Stiftung Lichtblick wird Solo-Selbstständigen in Not schnell und unbürokratisch 500 Euro auszahlen.
Die Stiftung Lichtblick wird Solo-Selbstständigen in Not schnell und unbürokratisch 500 Euro auszahlen. © Kay Nietfeld/dpa

Leicht haben wir es gerade alle nicht. Die betagten Eltern nicht besuchen dürfen, Kinder und Enkel auf Abstand halten, die Freunde sowieso. Kein Einkaufsbummel, keine Theaterbesuche, der Grieche an der Ecke ist gefühlt schon ewig zu. So langsam kommt die Decke runter. Aber ist das alles wirklich schlimm? Es gibt ja Telefon und Facetime, Einkaufen geht im Internet, Souvlaki braten kann man auch daheim. Also, wer nicht mehr Sorgen hat: Lasst uns nicht jammern.

Viel schlimmer sind jene dran, die gerade mit dem Coronavirus kämpfen. Die daheim oder im Krankenhaus liegen, gar auf der Intensivstation. Es sind in Deutschland jetzt schon mehr erkrankt als die 80.000 in China, die noch im Februar für Entsetzen sorgten. Viel schlimmer dran sind auch die Ärzte und Schwestern, die Tag und Nacht im Einsatz sind, selbst ein hohes Gesundheitsrisiko eingehen für sich und ihre Angehörigen. Sie müssen den Ausnahmezustand wohl mindestens ein Jahr durchhalten.

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Es gibt noch eine große Gruppe, die jetzt eine schlimme Zeit durchlebt: Menschen, die nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um ihre berufliche Existenz bangen. Die Handelsvertreter, deren Waren gerade niemand abnimmt. Die freien Künstler, die nicht auftreten können, die Touristenführer, die schon seit Wochen keine Touristen gesehen haben. Diesen Solo-Selbstständigen, die sich einst mutig in die Marktwirtschaft stürzten, brachen von heute auf morgen die Einnahmen weg. Viele müssen davon ausgehen, dass sich dies für lange Zeit nicht ändert, weil Einkaufszentren wohl geschlossen bleiben und größere Veranstaltungen auch morgen und übermorgen kaum stattfinden werden. Diese Freiberufler fragen sich jetzt jeden Tag: Was wird aus mir? Wie soll ich meine Kosten decken? Wie mein Leben finanzieren? Muss ich noch einmal von vorn anfangen?

Ja, die Finanzminister schütten gerade Geld aus als gebe es kein Morgen. Vielen Firmen wird es helfen, über die Runden zu kommen. Auch die Solo-Selbstständigen bekommen etwas ab. Aber wann? Und wird es sie wirklich über Wasser halten? Die Zweifel sind groß, die Angst geht um.

500 Euro für Solo-Selbstständige in Not

Wenn Menschen in Not geraten, gibt es in diesem Land zum Glück Einrichtungen, die helfen wollen. Die Stiftung Lichtblick der Sächsischen Zeitung wurde zu diesem Zweck gegründet. Allerdings half die Stiftung bisher vorwiegend Menschen, die schon lange krank, mittellos, behindert, obdachlos sind, den Schwächsten der Gesellschaft. Jetzt geraten Menschen in Not, die vor wenigen Wochen noch ihr Auskommen hatten, mitten im Leben standen. Werden SZ-Leser auch für sie spenden? 

Einige gaben die Antwort, bevor Lichtblick überhaupt fragen konnte: Einige riefen an, andere erkundigten sich per Mail, wie und wo sie für Opfer der Corona-Krise spenden können. Es dauerte dann nur eine Woche von der Idee bis zum Aufruf jetzt in der SZ und auf sächsische.de: Lichtblick wird Solo-Selbstständigen in Not schnell und unbürokratisch 500 Euro auszahlen. Dieser Betrag reicht nicht, um auf Dauer die Existenz zu sichern. Dafür müssen staatliche Leistungen sorgen. Aber bis die fließen, kann das Überbrückungsgeld von Lichtblick ein Segen sein. Damit möglichst vielen geholfen werden kann, ruft Lichtblick die Leser der Sächsischen Zeitung erneut zum Spenden auf.

Im schwierigen Alltag gibt es jetzt viele schöne Beispiele für Rücksicht und gegenseitige Hilfe. Jüngere besorgen für Ältere den Einkauf. Ältere spielen mit den Enkeln Fernschach. Die meisten Jüngeren akzeptieren die lästigen Ausgangsbeschränkungen, um die Älteren zu schützen. Die meisten Älteren haben Verständnis dafür, dass die geliebten Familientreffen ausfallen. Es wäre ein schönes Zeichen der Solidarität, wenn jetzt Jüngere und Ältere die Stiftung Lichtblick unterstützen und spenden würden. Für Menschen in Not, so wie es in der großen SZ-Familie seit Jahrzehnten gute Praxis ist.

Also: Lasst uns helfen.

Corona-Hilfe:

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Wie Lichtblick hilft und Leser spenden können

Wie Lichtblick hilft und Leser spenden können

Vorstandsvorsitzende Katerina Lohse informiert, wie die Corona-Hilfe organisiert wird.

  • Hilfesuchende können mit dem Formular auf www.lichtblick-sachsen.de einen Antrag an die Stiftung stellen, per Mail, Fax oder Post. Bitte mit Angaben zur Person, der Notsituation, Gewerbeschein bzw. Steuernummer.

  • Erreichbar ist Lichtblick telefonisch Dienstag und Donnerstag 10 bis 15 Uhr unter 0351 4864 2846

  • E-Mail: [email protected]

  • Post: Sächsische Zeitung, Stiftung Lichtblick, 01055 Dresden

  • Spendenkonto: Ostsächsische Sparkasse Dresden, BIC: OSDDDE81, IBAN: DE88 8505 0300 3120 0017 74

  • www.lichtblick-sachsen.de

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