merken
Sport

Zweitverwertung in Zeiten von Corona

Aus dem Keller zu den Kindern: Weil der Citylauf ausfallen musste, waren plötzlich rund 4.000 Schlauchtücher übrig. Bis Sachsen die Maskenpflicht einführte.

Daumen hoch von Luca (links) und Michelle. Auch ein Schlauchtuch hilft, um sich vor dem Coronavirus zu schützen.
Daumen hoch von Luca (links) und Michelle. Auch ein Schlauchtuch hilft, um sich vor dem Coronavirus zu schützen. © Laufszene/PR

Dresden. Zuerst war das Coronavirus, dann kam die Idee. Die 4.000 Schlauchtücher, vielseitig verwendbar für Hals und Kopf und mit der Aufschrift "30 Jahre Citylauf Dresden" bedruckt, sind ja nun einmal bestellt gewesen. Nur konnte der traditionelle Auftakt der deutschen Straßenlaufsaison am 15. März nicht stattfinden, und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr.

"Wir wollten die Teilnehmer beim Jubiläumslauf mit etwas Besonderem im Startbeutel überraschen, doch dann wurden wir eiskalt überrascht", erzählt André Egger von der Laufszene Events GmbH, die den Citylauf zusammen mit dem Citylaufverein Dresden organisiert, über die Anfänge der Corona-Krise in Deutschland. Gerade mal sechs Wochen ist das her.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Weil der Citylauf drei Tage vor dem Start aufgrund des sich stärker verbreitenden Virus abgesagt werden musste, entschieden sich die Organisatoren für eine kurzfristige Verteil-Aktion von Startnummern, Schlauchtüchern und Finishermedaillen. Und zwar an alle Cityläufer, die an jenem 15. März kurzerhand zum Heinz-Steyer-Stadion kamen. Immerhin rund 1.600 sind der Aufforderung gefolgt. Auch das klingt inzwischen wie aus einer anderen Zeit. Die Kisten mit den gut 2.400 anderen Schlauchtüchern aber verschwanden danach  im Lager.

Es sollte erst mal nur eine Geste sein

Als nun im Freistaat Sachsen die Maskenpflicht angeordnet wurde, und das mehr oder weniger von heute auf morgen, "da haben wir uns an unsere Citylauf-Schlauchtücher erinnert", sagt Egger. Noch an jenem Freitagabend startete die Laufszene spontan einen Aufruf und verteilte mehrere Dutzend. "Es sollte eine Geste sein, zumal es zunächst ja auch Engpässe bei der Verfügbarkeit von Schutzmasken gab. Daraus ist dann die Idee entstanden, mit den Schlauchtüchern wirklich noch Gutes  zu tun", so Egger. 

Weiterführende Artikel

Team Challenge findet statt, nur anders

Team Challenge findet statt, nur anders

Dresdens Firmenlauf mit rund 25.000 Teilnehmern wird Ende Mai gestartet. Die Organisatoren haben ein neues Konzept entwickelt - und gute Erfahrungen damit.

Kitas, Horte und Grundschulen hat Egger in den vergangenen Tagen damit versorgt. Und weil sich die Aktion rumgesprochen hatte, meldeten immer mehr Einrichtungen sowohl Interesse als vor allem auch Bedarf an. "Es ist kein Geheimnis, dass es uns natürlich viel lieber gewesen wäre, wenn der Citylauf und auch die vielen anderen Veranstaltungen hätten stattfinden können. Und trotzdem ist es eine schöne Sache, nun den Kinder-Einrichtungen mit den Schlauchtüchern zu helfen", sagt Egger. Noch sind rund 300 vorrätig. Interessenten melden sich am besten per Mail: [email protected] (SZ)

Mehr zum Thema Sport