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Lausitz Rallye startet am Spreeschlösschen

Viel Neues beim 20. Rennen: Fahrerlager in Uhyst, Rallyebüro in Boxberg, Siegesfeier in Weißwasser.

© Christian Kuhnert

Von Carla Mattern

In Spanien, Tschechien, Italien, Finnland und Belgien haben die Teams der Oldtimer-Rallye-Wagen bereits gezeigt, was in ihnen und ihren Wagen steckt. Mitte Oktober fahren sie wieder bei der Mecsek Rallye in Ungarn. Und dann folgt der Endlauf zur European Historic Sporting Rally Championship - in Deutschland, Lausitz, Boxberg. Es ist das erste Mal, dass diese Historic Rallye überhaupt in Deutschland fährt. Und Wolfgang Rasper macht keinen Hehl daraus, dass er richtig stolz darauf ist, dass dieser Endlauf im November bei der Lausitz Rallye stattfindet. Am Donnerstag informierte der Vorsitzende des Rallye-Renn- & Wassersport-Clubs Lausitz im ADMV in Boxberg über den Vorbereitungsstand zur Lausitz Rallye.

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Die findet in reichlich vier Wochen vom 2. bis 4. November in Boxberg statt. Dass der Cheforganisator so überaus stolz berichtet, hat noch einen weiteren Grund. Denn die Lausitz Rallye ist in diesem Jahr sowieso schon von vornherein ganz besonders. Zum 20. Mal werden Fahrer aus aller Welt mit ihren Rennwagen auf den Lausitzer Schotterpisten um Punkte und den Sieg eifern. Etwa 20 Meldungen lagen am Mittwoch dieser Woche bereits vor. Das Team aus Neuseeland, welches bereits angemeldet ist, hat es quasi schon ganz nach oben aufs Treppchen geschafft: zumindest wenn es die Kategorie weiteste Anreise gäbe.

Noch bis zum 29. Oktober werden vom Veranstalter Meldungen entgegengenommen. Dass dieser Termin zumindest für Außenstehende so denkbar knapp vor dem Start des internationalen Sportereignisses ist, hat einen handfesten Grund. „Das hängt auch davon ab, wie viele Fahrzeuge vorher noch geschrottet werden“, erklärt Wolfgang Rasper.

Beim Endlauf zur Historic Rallye werden mindestens 20 Teams erwartet. Meist seien 80 Fahrzeuge am Start, gibt Lausitz Rallye-Cheforganisator eine Einordnung. Diese Wagen werden für die Zuschauer erkennbar sein am großen H vor der Startnummer. Für den Straßenverkehr zugelassene Autos in dieser Kategorie sind vom Baujahr zwischen 1931 und 1957, die Touren- und GT-Wagen zwischen 1958 bis 1969. Es dürfte also neben dem Rennerlebnis definitiv auch eines für Auge und Ohr geben, wenn die Oldies die Lausitzer Strecken unter die Räder nehmen. Wie gehabt und von vielen Fahrern ausdrücklich als besondere Herausforderung bezeichnet, werden wieder etwa 20 Prozent der Strecke auf Asphalt, aber mit 80 Prozent der überwiegende Teil auf Schotter und unbefestigten Straßen und Wegen gefahren.

So eine Rallye wäre natürlich nichts ohne Zuschauer. Und die werden enttäuscht sein, sollten sie auf eine Vorstellung der Fahrer und Autos auf dem Weißwasseraner Boulevard spekuliert haben. War das im vergangenen Jahr aus Kostengründen abgesagt worden, wäre dieses Mal der Aufwand für die Teilnehmer zu groß, begründet Wolfgang Rasper. Die Fahrer müssten dafür erst einmal den Weg von Uhyst nach Weißwasser zurücklegen. Denn im 20. Jahr zieht die Rallye um. Das Fahrerlager in den Tagesanlagen des Tagebaus Reichwalde ist Geschichte. In diesem Jahr wird das Spreeschlösschen in Uhyst ein ganz wichtiger Ort des Geschehens. Denn hier werden sowohl das Fahrerlager, das Pressebüro und ein Informationspunkt eingerichtet sowie Start und Ziel sein. In den Uhyster „Drei Linden“ findet die Fahrerbelehrung statt. Auf dem Gelände und im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Uhyst werden die Rallyeorganisatoren sowohl die Dokumenten- wie auch die technische Abnahme einrichten. Das sei auch der Ort, an dem besonders wissbegierige Fans etwas näher dran sein können an Autos und Fahrern als während des Rennens auf der Strecke. Eine weitere Neuerung: Im Kinder- und Erholungszentrum Kiez am Braunsteich in Weißwasser ist geplant, Sieger zu ehren, Pokale zu überreichen und natürlich zünftig zu feiern. Die Wahl auf das Kiez sei gefallen, weil dort auch eine ganze Reihe Teams übernachten werden. Und nicht zuletzt spielt das Tourismusinformationszentrum Tiz am Boxberger Ufer des Bärwalder Sees eine große Rolle. Das Rallye-Hauptquartier wird dort eingerichtet und auf einer Leinwand Bilder von der Strecke zu sehen sein.

Auf 168 Kilometern mit Wertungsprüfungen werden Piloten und Co-Piloten unterwegs sein. Gefahren werden so bekannte Strecken wie die in Mulkwitz und in Sprey und die neueren wie den Rundkurs Bärwalder See oder Hafen Klitten.