merken

Weißwasser

Lausitzer Füchse als freundliche Gäste

Landshut hat im zweiten Spiel nach dem Stadionumbau Weißwasser zu Besuch. Und feiert ein Schützenfest.

Sein Debüt war ein guter Griff des Landshuter Coahes: EVL-Goalie Patrick Berger war der Rückhalt, den seine Vorderleute brauchten, um gegen Weißwasser ungeahnt aufzuspielen.
Sein Debüt war ein guter Griff des Landshuter Coahes: EVL-Goalie Patrick Berger war der Rückhalt, den seine Vorderleute brauchten, um gegen Weißwasser ungeahnt aufzuspielen. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse waren am Dienstagabend das zweite Team überhaupt, das in der frisch renovierten Eishalle des EV Landshut antrat. Der ungewöhnliche Spieltermin hatte mit der langen Bauzeit am Dach der Arena zu tun. Durch Ausfälle und die Serie von Auswärtsspielen waren die Gastgeber inzwischen auch an das Tabellenende gerutscht – das wahre Leistungsvermögen verrät das aber nicht. Das mussten die Füchse schmerzlich erleben.

Nachdem Crimmtschau bei der Premiere am Freitag 5:4 noch im Penaltyschießen gewann und zwei Punkte mitnahm, ist Landshut am Dienstag im eigenen Stadion angekommen – und wie. Am Ende siegten die Gastgeber 7:1 (2:0, 3:0, 2:1).

Anzeige
Schon wieder Weihnachten

Noch bis zum 24. November läuft die große SZ-Weihnachtsauktion. Jetzt bieten und Schnäppchen machen!

Dabei waren die Füchse gerade in der Defensive optimal besetzt. Oliver Granz kehrte nach seiner Sperre wieder zurück, wobei allerdings Angreifer Tomas Andres, der in Kaufbeuren einen Schuss auf den Fuß bekam, pausieren musste. Aus Berlin, das an diesem Dienstag nicht spielte, reisten Maximilian Franzreb und Fabian Dietz an. Und Franzreb bekam in Landshut den Vorzug vor Mac Carruth, der in den letzten Spielen überragende Leistung gezeigt hatte. Es war sein erster Saisoneinsatz – und sollte einer zum Vergessen werden. Dabei war er bei der Mehrzahl der Gegentore machtlos.

Auch beim EV Landshut tauschten sie auf der Torhüterposition. Der 36-jährige Jaroslav Hübl machte Platz für den 21-jährigen Patrick Berger, der zu seinem ersten Spiel von Beginn an kam. Die Maßnahme sollte sich als Glücksgriff erweisen. Von Anfang an zeigte er, dass er diese Chance unbedingt nutzen wollte, und schien sich mit seinen starken Paraden in einen Rausch zu spielen. Nach acht Minuten etwa ging Jordan George an allen Gegnern vorbei, wurde aber von Berger herausragend gestoppt. Die Füchse hatten mehr vom Spiel, bis dahin stand ihnen vor allem der Torwart im Weg. Bis zur zehnten Minute. Mychal Monteith, der einen gebrauchten Abend erwischte, spielte einen missglückten Pass, George schaltete an der Blauen Line nicht rechtzeitig und Ales Jirik war auf und davon. Der Routinier brachte Landshut in Führung. Weißwasser wirkte angeschlagen, Landshut wurde stetig sicherer und kombinierte sich kurz vor der Pause zum 2:0. Schnell, einfach und gut gespielt.

Den Anschlusstreffer verhinderte erst einmal der Ex-Fuchs Elia Ostwald, als er Clarke Breitkreuz gerade noch so störte, der wäre allein vor Berger gewesen – aber was hätte das schon bedeutet. Der junge Landhuter Goalie hielt auch im zweiten Durchgang alles, was auf ihn zukam. Und seine Vorderleute drehten auf. Maximilian Forster umkurvte elegant dem auf dem Boden liegenden Monteith und schoss trocken ein – 3:0. Dann konnte wieder Monteith nur hinterhergucken, als er von Matthieu Pompei umkurvt wurde, der auch Franzreb ausguckte und auf 4:0 erhöhte. Wenig später zog Erik Gollenbeck ab, Franzreb streckte die Fanghand vergeblich aus, und es stand 5:0 – da war die Hälfte des Spiels noch nicht um.

Landhut machte den Ausfall von Josh McFadden vergessen, der sich am Sonntag einen Kreuzbandriss zuzog. Da hatten die Niederbayern 3:2 gegen Bayreuth verloren, den Tabellenelften. Jetzt, gegen den Tabellenfünften, der sogar auf Platz drei hätte springen können, klappte weiter fast alles. Maximilian Brandl und Robbie Czarnik schraubten das Ergebnis im Schlussdrittel auf 7:0, jeweils im Powerplay. Immerhin gelang Feodor Boiarchinov der Ehrentreffer mit einem schönen Schoss ins Dreiangel, wirklicher Jubel kam bei den weit gereisten Füchsefans aber nicht auf.

Die Chance, das Ergebnis vergessen zu machen, besteht für Weißwasser am Freitag in Freiburg. Und am Sonntag, 17 Uhr, kommt Crimmitschau zum Sachsenderby in den Fuchsbau.

Mitarbeit: Titus Fischer