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Lausitzer Füchse beenden Negativserie

Nach fünf Niederlagen in Folge gelingt ein Sieg in Ravensburg. Dabei lagen die Füchse schon mit 3:1 hinten.

© Titus Fischer

Von Titus Fischer und Frank Thümmler

Die Lausitzer Füchse haben am Sonntag die Kurve bekommen. Nach fünf Niederlagen (drei davon in der Verlängerung) in Folge haben die Weißwasseraner endlich wieder gewonnen. In Ravensburg triumphierten sie mit 5:3. Dabei sah es vor allem im zweiten Drittel nach der nächsten Niederlage aus. Aber: Füchse geben niemals auf, und genau diese Tugend zeigten sie am Sonntagabend in Ravrensburg.

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Die Lausitzer Füchse, die nach der Heimniederlage gegen Heilbronn in der Tabelle auf den vorletzten Platz abgerutscht waren, mussten in Ravensburg auf Verteidiger Roberto Geiseler (verletzt) und Stürmer Christopher Bodó verzichten. Für Geiseler rückte Nägele in die dritte Verteidigerreihe zu Hofmann, für Bodó Tegkaev zu Lennartsson und Eriksson in den ersten Sturm. Auch sonst nahm Füchse-Coach Järvenpää einige Umstellungen vor. Die ersten zehn Minuten konnten die Füchse recht ausgeglichen gestalten. Eine Überzahl der Füchse brachte nichts ein, die beste Chance hatte Götz, der allein auf das Gästetor zulief, aber im letzten Moment von Ravenburgs Verteidiger Sturm gestoppt wurde. Dann musste Lennartsson auf die Strafbank, und die Gastgeber, bei denen mit Svoboda, Kruminsch, Pozivil und auch Slavetinsky einige Spieler auf dem Eis standen, die auch schon mal das Füchse Trikot trugen, nutzten ihre erste Überzahl gleich zum 1:0. Nach zwei Querpässen zog Lapsansky direkt ab, Füchse-Torwart Franzreb hatte die kurze Ecke zwar schon wieder zugemacht, der Slowake aber in die lange Ecke geschossen (10.). Ab diesem Moment spielten im ersten Drittel nur noch die Ravensburger, die die Füchse auch bei Spielergleichzahl einschnürten. Allein Torwart Franzreb war es bei einigen Großchancen der Gastgeber zu verdanken, dass es bei dem knappen Rückstand blieb.

Als zu Beginn des zweiten Drittels das 2:0 fiel, musste man um die Füchse fürchten. Zucker hatte geschossen, Franzreb noch gehalten, aber die Verteidiger Hoffmann und Nägele schafften es nicht, vor dem Tor aufzuräumen und Pozivil drückte den Puck über die Linie (24.). Das Glück half den Füchsen wenig später zurück ins Spiel. Der Ravensburger Torwart ließ einen Schuss von Just durchrutschen. Als dann kurz nacheinander die Füchse Tegkaev und Schmidt vom Eis mussten, nutzten die Ravensburger die doppelte Überzahl zum 3:1. Slavetinsky traf von der Blauen Linie, wobei Franzreb im Füchse-Tor die Sicht verdeckt war. Aber erneut kamen die Füchse heran. In eigener Überzahl fälschte Lennartsson einen Schuss von Eriksson von der Blauen Linie ins Tor ab. Fast wäre es sogar noch zum Ausgleich gekommen, als Eriksson aufs Tor schoss. Torwart Hertel bekam den Puck nicht unter Kontrolle, aber er rutschte am Tor vorbei. Vor dem Schlussdrittel waren für die Füchse also noch alle Chancen da, obwohl Ravensburg bis dahin das deutlich bessere Team war. ABer Weißwasser hatte (Schussverhältnis bius dahin 30:11 für Ravensburg) einfach den deutlich besseren Torwart zwischen den Pfosten.

Und die Füchse drehten das Spiel im Schlussdrittel tatsächlich. Als bei den Ravensburgern Mayer und Kapzan auf die Strafbank mussten, traf Tegkaev von der Blauen Linie zum 3:3. Der Treffer gab den Füchsen sichtbar auftrieb. Auch eine Unterzahl (Strafe gegen Boiarchinov) überstanden die Füchse diesmal gut. Schmidt hatte dann den Führungstreffer auf der Kelle, vergab aber. Als viele schon mit einer Verlängerung rechneten, gelang dem Füchse-Topscorer Anders Eriksson mit einer schönen Einzelleistung das letztlich spielentscheidende Tor. Der Schwede zog mit dem Puck von der linken Seite nach innen und schoss Richtung Tor. Der Puck passte genau ins Dreiangel. Noch waren aber 156 Sekunden zu spielen. Die Gastgeber nahmen zwei Minuten vor Schluss den Torwart vom Eis und machten Druck. Dann aber gewannen die Füchse einen Bully im eigenen Drittel, Tegkaev brachte die Scheibe zu Eriksson, der keine Mühe hatte, den Sack zuzumachen. Der Jubel war bei den Weißwasseranern war groß. Man hörte förmlich die Steine von Herzen plumpsen, während die Ravensburger Gastgeber mit einem Pfeifkonzert verabschiedet wurden.

Ein Wochenende, dass schon ganz mies aussah, ist für die Füchse mit vier Punkten ein gutes geworden. Am Kommenden Wochenende gastiert der stark gestartet SC Riessersee in Weißwasser, bevor die Füchse am Sonntag zum Aufsteiger nach Bad Tölz fahren.

Statistik

Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 3:5 (1:0, 2:2, 0:3)

1:0 Adam Lapsansky 9:11 (Überzahl, Assist: Pozivil)

2;0 Ondrej Pozivil 23:21 (Slavetinsky, Mayer)

2.1 Kyle Just 24:15 (Mund , Schmidt)

3:1 Lukas Slavetinsky 30:20 (Überzahl 2, Svoboda)

3:2 Viktor Lennartsson 32:23 (Überzahl, Eriksson)

3:3 Artur Tegkaev 42:52 (Überzahl 2, Kania)

3:4 Anders Eriksson 57:34 (Mücke, Tegkaev)

3:5 Anders Eriksson 59:37 (Empty Net, Tegkaev, Götz)

Ravensburg

Tor: Hertel

Verteidigung: Supis, Sturm, Keller, Kolb, Slavetinsky, Kapzan

Sturm: Kruminsch, Schwamberger, Mayer, Roloff, Just, Schmidpeter, Pozivil, Schlenker, Pfaffengut, Lapsansky, Svoboda, Zucker

Lausitzer Füchse

Tor: Franzreb

Verteidigung: Adam, Mücke – Kania, Mund – Hoffmann, Nägele

Sturm: Tegkaev, Eriksson, Lennartsson – Stöber, Schmidt, Just, – Jahnke, Boiarchinov, Hessler – Jahnke, Götz, Warttig

Schiedsrichter: Roland Aumüller, Ulpi Sicorschi

Strafen: Ravensburg 10 + 10 (Pfaffengut), Weißwasser 10 + 10 (Boiarchinov)

Zuschauer: 2 380