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Sport

Lausitzer gewinnt bei der Tour de France

Tony Martin führt seine niederländische Mannschaft zum Erfolg im Zeitfahren. Dadurch bleibt sein holländischer Kollege im Gelben Trikot.

Die niederländische Jumbo-Visma-Mannschaft mit Tony Martin (Mitte) und Mike Teunissen im Gelben Trikot gewinnt das Teamzeitfahren in Brüssel.
Die niederländische Jumbo-Visma-Mannschaft mit Tony Martin (Mitte) und Mike Teunissen im Gelben Trikot gewinnt das Teamzeitfahren in Brüssel. © dpa/David Stockman

Brüssel. Tony Martin riss im Schatten des weltberühmten Atomiums die Faust in die Höhe. Dann sank er erschöpft zu Boden. Nicht Tour-de-France-Vorjahresgewinner Geraint Thomas, sondern der vierfache Zeitfahr-Weltmeister und seine kleine niederländische Mannschaft waren die Hauptattraktion bei der großen Rad-Feier zum Auftakt der 106. Frankreich-Rundfahrt in Brüssel. Angeführt von Lokomotive Martin gewann der Jumbo-Visma-Rennstall nach einem Gala-Auftritt bei Tempo 60 auch das Mannschaftszeitfahren am Sonntag und versetzte den Stars um die beiden Favoriten Thomas und Egan Bernal einen ersten Dämpfer.

Der Lausitzer und seine Mitstreiter siegten über 27,6 Kilometer mit einem deutlichen Vorsprung von 20 Sekunden vor dem britischen Team Ineos. Dritter im ersten Kampf gegen die Uhr wurde 21 Sekunden dahinter Martins Ex-Mannschaft Deceuninck-Quick-Step. "Bei uns ist alles kleiner, stressfreier und familiärer, aber wir haben große Ziele", sagte Martin. Sein Team behält das Gelbe Trikot durch den niederländischen Auftaktsieger Mike Teunissen. "Das beflügelt", betonte der Lausitzer.

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Achtbar schlug sich die deutsche Bora-hansgrohe-Mannschaft. Sie belegte mit  Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann 46 Sekunden zurück den zwölften Platz. "Das war ein solides Zeitfahren. Damit können wir leben", sagte Buchmann. (dpa)