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Lausitzer Zukunft ist nationale Aufgabe

Die Region soll künftig nicht nur mit der Braunkohle in Verbindung gebracht werden, hieß in der Eröffnung des Lausitzer Forums. Geplant ist ein Forschungsinstitut in Görlitz.

© Tilo Berger

Weißwasser. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat das Lausitzer Forum in Weißwasser eröffnet. In seiner Begrüßungsrede erklärte er, dass die Zukunft der Region und anderer Braunkohlereviere eine nationale Aufgabe sei. „Wir treten aus der Situation des sorgenvollen Betrachtens heraus in die Zeit des Anpackens und Gestaltens.“ Man könne den Strukturwandel nicht den Menschen in der Region allein überlassen. „Wir brauchen eine Forschungsinitiative für Produkte, die außer der Lausitz noch niemand sonst anbietet.“ Es geht nicht nur um die Braunkohle, es geht um viel mehr, so Kretschmer.

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Das Bundesforschungsministerium hat die Lausitz in den vergangenen Jahren mit rund 300 Millionen Euro unterstützt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sprach in ihrer Rede davon, dass es vor einem Ausstieg aus der Kohle erst Alternativen für die Region geben müsse. „Forschung und Entwicklung sind entscheidend für die Zukunft der Region.“ Über die Lausitz dürfe nicht in Brüssel oder Berlin entschieden werden, sondern hier vor Ort. „Kohle kann nicht nur verstromt, sondern auch stofflich genutzt werden“, berichtet sie. Ihr Ministerium unterstütze dazu eine Machbarkeitsstudie. Noch in diesem Jahr wird in Görlitz ein deutsch-polnisches Forschungsinstitut angesiedelt. „Es soll Dinge entwickeln, die dann hier in der Region umgesetzt werden“, so Johanna Wanka.

Am Ende trat Thomas Kralinski, Chef der Brandenburger Staatskanzlei, ans Mikro. Seine Aussage: „Sachsen und Brandenburg sind zusammengerückt, um zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge eine Zukunftsregion zu gestalten.“ (SZ/tbe)