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Laute Fete am Berzdorfer See

Für die Veranstalter waren die See-Open-Air-Tage ein Erfolg. Doch es gibt Beschwerden.

© LMBV/Peter Radke

Von Sebastian Beutler

Görlitz. Die See-Open-Air-Tage in einem Hof in Deutsch Ossig hatten jetzt ein Nachspiel im Planungsverband Berzdorfer See. Hotel-Inhaberin Ina Lachmann beschwerte sich über den Lärm bis in den frühen Morgen. Bis früh um vier Uhr seien die Bässe zu hören gewesen, erklärte sie und forderte, dass sich alle Anrainer am See an die Spielregeln halten sollten. Hochkarätiger Tourismus, wie sie ihn mit dem Hotel „Insel der Sinne“ am Berzdorfer See anbieten werde, sei damit nicht zu verbinden. Auch weitere Anrainer am See beklagten den Lärm an drei Tagen hintereinander, teilweise bis in den Morgen.

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Tatsächlich liefen die See-Open-Air-Tage von Himmelfahrt bis zum Sonnabend vergangener Woche. DJs legen auf, Musik wurde gespielt, über 1000 Feiernde kamen. Die Stadt hatte den Organisatoren dafür eine Ausnahme von der Nachtruhe eingeräumt, wie sie in der Polizeiverordnung festgeschrieben ist. So wurde es dem Veranstalter ermöglicht, dass Musik am Himmelfahrtstag bis 24 Uhr und in den beiden darauffolgenden Nächten bis 3 Uhr abgespielt werden konnte, erklärt eine Sprecherin des Rathauses gegenüber der SZ. Danach sollte Stille herrschen. Die Stadt kontrollierte diese Festlegungen aber nicht vor Ort. Als Begründung nennt sie, dass „seit 2012 jährlich mindestens vier solcher Veranstaltungen auf der Wiese vor dem Oberhof in Deutsch Ossig ohne nennenswerte Beschwerden stattfanden“. Die Stadt hat sich auch bei der Polizei erkundigt und dabei die Auskunft erhalten, dass dort keine Anzeigen zu den Veranstaltungen vorliegen. Gegenüber der SZ aber räumte Polizeisprecher Thomas Knaup ein, dass im Führungs- und Lagezentrum Sonntagmorgen gegen 2 Uhr ein Notruf einging wegen ruhestörenden Lärms. Daraufhin fuhr eine Streife nach Deutsch Ossig. Doch die Organisatoren konnten ja belegen, dass die Stadt ihnen eine Ausnahmegenehmigung bis 3 Uhr erteilt hatte. Damit lag kein Verstoß vor. Die Beschwerden nimmt die Stadt nun aber doch zum Anlass für eine Prüfung. Gegebenenfalls, so kündigte eine Sprecherin des Rathauses an, wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.