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Weißwasser

Leag meistert Doppelanforderung

Die Stromproduktion muss gedrosselt und gleichzeitig das Netz stabil gehalten werden.

© Christophe Gateau/dpa

Während der zurückliegenden Osterfeiertage und am darauffolgenden Wochenende haben die von der Leag betriebenen Kraftwerke zwei an sich gegensätzliche Aufgeben lösen müssen. Auf Anforderung des Netzbetreibers 50Hertz mussten sie zum einen die eigene Stromproduktion drosseln, um Erneuerbaren Energien die gesetzlich vorgeschriebene Vorfahrt im Netz zu gewähren.

Zum anderen wurde ihre Leistung aber auch zu Stabilisierung der Netzspannung abgerufen. Die Kraftwerke stellten Blindleistung zur Verfügung, die durch die rotierenden Massen großer Kraftwerkgeneratoren permanent aufrechterhalten werden kann. Damit ist es möglich, auch kurzfristige Spannungsschwankungen im Netz auszugleichen. Dies ist eine Netzdienstleistung, die Solaranlagen mangels rotierender Massen nicht erbringen können. 

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Konkret war hier der flexible Einsatz von Kraftwerkskapazitäten in Lippendorf und Boxberg gefragt. Lippendorf nahm den zweiten der beiden 920-MW-Blöcke, dessen Betrieb ursprünglich nicht geplant war, wieder ans Netz nahm und drosselte gleichzeitig die Produktion des anderen Blocks. Boxberg behielt, anders als geplant, den 900-MW-Block Q am Netz und drosselte dafür den 500-MW-Block N so weit wie möglich, um die Generatoren beider Blöcke am Laufen zu halten.

„Die Einsatzsituation der vergangenen beiden Wochenenden gehörte zu den bislang eher noch seltenen Fällen, in denen wir gleichzeitig mit sowohl positiven als auch negativen Redispatch-Anforderungen des Netzbetreibers umgehen müssen – eine Aufgabe, die unsere Einsatzplaner und Kraftwerker souverän gelöst haben“, bilanziert Hubertus Altmann, Leag-Vorstand für das Ressort Kraftwerke. Eine Ausnahme wird das nicht bleiben: „Anzunehmen ist, dass wir uns mit dem Sommer und künftig mit dem schrittweisen Wegfall der Kernkraftwerkskapazitäten und ihrer Generatoren auf eine Zunahme ähnlicher Ereignisse einrichten müssen.“

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