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Leag und EPH kritisieren Umweltpolitik

Die Besitzer des Braunkohlereviers in der Lausitz kritisieren die deutschen Klimaschutzpläne. Dabei gibt es da noch gar keine Einigung.

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© Leag

Dresden/Cottbus. Die neuen tschechischen Besitzer der ostdeutschen Braunkohle haben sich erstmals zu aktuellen politischen Umweltplänen geäußert. EPH-Sprecher Daniel Castvaj kritisierte in einer englischsprachigen Pressemitteilung, das Unternehmen sei vor dem jüngsten Entwurf zum deutschen Klimaschutzplan nicht angehört worden. EPH sei nicht mit „einseitigen“ Änderungen einverstanden. Damit könnten Arbeitsplätze in der ostdeutschen Braunkohle gefährdet werden.

Auch Leag-Sprecherin Kathi Gerstner äußerte sich am Dienstagabend kritisch zu den Klimaschutzplänen, auch wenn sich die Bundesregierung überraschend nicht auf den Klimaschutzplan 2050 geeinigt hat. Damit kann das Konzept von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nicht wie geplant an diesem Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Aus Protest hatte die Leag am Dienstagabend ihre Zentrale in Cottbus rot angestrahlt. „Die neuen Vorschläge zum ,Klimaschutzplan 2050‘ bedrohen Arbeitsplätze und Zukunft der Lausitz“, so die Leag-Sprecherin. Moderne Braunkohlekraftwerke, wie sie in der Lausitz betrieben werden, seien die Garanten für Versorgungssicherheit auf dem Weg in die Energiewende, so Kathi Gerstner.

Das Lausitzer Braunkohlerevier das vorher zum schwedischen Vattenfall-Konzern gehörte und von dem dem tschechischen Unternehgmen EPH gekauft wurde, firmiert seit Mitte Oktober als Leag: Lausitz Energie Bergbau AG und die Lausitz Energie Kraftwerke AG. (SZ/mz/tbe mit dpa)