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Lebensgeschichten erzählen

Alte Akten offenbaren, in welchem Ausmaß Häftlinge für Arbeiten rund um Großenhain eingesetzt wurden. Birgit Ulbricht über den Wert von alten Akten.

© Kristin Richter

Von wegen verstaubte Akten! Was sich aus vorhandenen Dokumenten herauslesen lässt, ist immer noch erstaunlich. Umso mehr, als bisher keinem, den ich darauf ansprach, bewusst war, dass in den Torfstichen von Nasseböhla auch in erheblichem Umfang Häftlinge eingesetzt waren. Wie sich herausgestellt hat, nicht nur aus Großenhain, sondern auch aus Pirna, Löbau, Aue und Schmiedeberg.

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Alte Akten offenbaren, in welchem Ausmaß Häftlinge für Arbeiten rund um Großenhain eingesetzt wurden.

Für Großenhainer Verhältnisse ist das eine kleine Sensation. Wer wirklich etwas darüber erfahren möchte, was einem Gefangenen, egal zu welcher Zeit, passiert ist, wessen er beschuldigt wurde und was aus ihm geworden ist – der braucht nicht nur weiterführende Akten, die es vielleicht nicht mehr gibt. Er braucht vor allem Hinweise von Familien, Nachbarn oder anderen Zeitzeugen – und Ehrenamtler, die sich ernsthaft mit Lebensgeschichten befassen, wie die IG Mahnmal. Dem nachzugehen, ist wichtig. Nicht nur für die betroffene Familie oder die Stadtgeschichte. Es ist wichtig, weil persönliche Lebensgeschichten ein viel besseres Gespür für Historie vermitteln als politische Geschichtsschreibung.

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