Weißwasser
Merken

Leberwürstl sorgen für lange Schlange

Das Schlachtfest am Sonnabend auf dem Njepilahof Rohne ließen sich viele Gäste nicht entgehen.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Letzte Handgriffe vor dem Verkaufsstart. Die Wurstkisten- und Bleche waren gut bestückt.
Letzte Handgriffe vor dem Verkaufsstart. Die Wurstkisten- und Bleche waren gut bestückt. © Jost Schmidtchen

Das Schlachtfest auf dem Njepilahof hat einen guten Ruf und ist mit seinen Produkten beliebt. Außeres Anzeichen dafür: Der Andrang auf das Hausgeschlachtete war groß, und die Ersten waren schon da, als an einen Verkaufsbeginn noch gar nicht zu denken war.

Als es allen schmeckte, lag hinter den Mitgliedern des Fördervereins „Njepilahof Rohne e.V.“ und weiteren fleißigen Helfern eine Woche harter Arbeit, die nicht nach acht Stunden beendet war, sondern erst, wenn die Tagesproduktion an Wurst und Schinken fertiggestellt war. Für alle Tätigkeiten gab es einen genauen Ablaufplan. Als erfreulich wertete der Vereinsvorsitzende Manfred Nickel die Tatsache, dass einige Mitglieder sogar einige Tage ihres Jahresurlaubs opferten.

Die Zeiten Hanzo Njepilas, in denen das Schwein noch auf dem Hof abgestochen und im Holztrog gebrüht wurde, sind freilich vorbei. „Wir haben wieder Schweinehälften beim Großhändler eingekauft, die Verarbeitung erfolgte in traditioneller Weise in unseren modernen Räumlichkeiten. Da ist dann vieles mühevolle Handarbeit, so wie einst auch bei den Bauern“, sagte Manfred Nickel. Er selbst fungiert als Meister der Gewürze nach den Rezepten Hanzo Njepilas und ist somit der Garant dafür, dass der Geschmack jedes Jahr gleichbleibend ist. Das wissen die Kunden zu schätzen. Im Verkauf war die gesamte Angebotspalette, die Hausgeschlachtetes hergibt: Grütz-, Semmel-, Fleisch- und Leberwürste, Schinken und Speck, Wellfleisch, Gehacktes sowie Wurst- und Fleischbrühe. Die Schlange am Verkaufsstand wurde im Verlauf des Vormittags immer länger. Wer seinen Einkaufskorb voll hatte, trat strahlend den Heimweg an. Auf den Ansturm zum Schlachteplatte-Essen waren die Küchenfrauen gut vorbereitet. Alle Vereinsmitglieder waren in Tracht gekommen und die Schlachteplatten für die hungrigen Gäste wurden an den Tischen serviert. Nachgespült wurde mit Bier und Cipaty. 

Kuchen gab es zum Schlachtfest nur für den Fleischer, so will es die alte bäuerliche Tradition. Neben vielen Stammkunden aus der Umgebung von Schleife kamen auch Gäste aus Weißwasser, dem angrenzenden Landkreis Spree-Neiße und auch die wendischen Freunde aus Heinersbrück und Umgebung. (Jost Schmidtchen)

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.