merken

Legida sagt Demonstration ab

Die Anhänger sollen nun in den sozialen Netzwerken wie Facebook diskutieren, wie und an welchem Wochentag es mit den Protesten weitergehen könnte.

© dpa

Leipzig. Der Leipziger Ableger der islamkritischen Pegida-Bewegung hat die für Freitag geplante Demonstration in der Messestadt überraschend abgesagt. Ein neuer Termin wurde nach Angaben der Stadtverwaltung von den Anmeldern nicht genannt. Die Legida-Anhänger sollen nun in den sozialen Netzwerken wie Facebook diskutieren, wie es mit den Protesten weitergehen könnte.

Großes Glück kann so klein sein

Hellwach oder im lieblichen Schlummer zeigen sich die süßen Babys. In unserer Themenwelt Stars im Strampler gibt es den Nachwuchs zu sehen.

Auch sucht das Anti-Islam-Bündnis Legida nach einem neuen Termin für seine Aufmärsche. Auf Facebook soll eine Abstimmung gestartet werden, ob nächste Woche am Montag oder am Mittwoch in Leipzig demonstriert werden solle. „Wir sehen dies als einen gemeinsamen Neustart, denn wir sind gekommen, um zu bleiben!“, heißt es dort.

Legida lief letztlich nur einmal freitags. Vorige Woche brachte der Leipziger Ableger der Dresdner Pegida 1 500 Sympathisanten auf die Straße. In diesem Jahr gab es bisher insgesamt drei Legida-Demos, die Termine wurden hin- und hergeschoben von Montag auf Mittwoch auf Freitag. Laut dem Legida-Facebook-Eintrag ist geplant, dass es zukünftig wöchentlich abwechselnd mit Dresden einen Aufmarsch geben wird.

Das Ordnungsamt hatte am späten Montagnachmittag mit Legida-Wortführern über die Route und Auflagen für die geplante Demonstration gesprochen, sagte der Sprecher der Leipziger Stadtverwaltung, Matthias Hasberg, der Deutschen Presse-Agentur. Plötzlich hätten die Legida-Leute die Veranstaltung abgesagt, und zwar ohne Begründung. „Das haben wir gern zur Kenntnis genommen“, sagte Hasberg.

Am Montagabend haben unterdessen rund 1 200 Menschen eine Lichterkette für ein weltoffenes Leipzig gebildet. Dabei sei alles friedlich geblieben, teilte die Polizei mit. Zu der Aktion im Anschluss an das traditionelle Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche hatte eine Initiative um den früheren Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff aufgerufen.

Die Initiative will mit ihren Aktionen eine gewaltfreie Antwort auf die Aufmärsche des Anti-Islam-Bündnisses Legida geben. Leipzig lasse sich nicht von „obskuren Organisationen in Geiselhaft nehmen“, erklärte Wolff auf seinem Blog. Mit der Menschenkette wolle man „für ein weltoffenes und tolerantes Leipzig eintreten und dem Spuk von Legida/Pegida ein baldiges Ende bereiten.“

Legida und seine Gegner hatten am vergangenen Freitag weniger Demonstranten mobilisieren können als erwartet. Zur bisher dritten Legida-Demonstration kamen etwa 1 500 Menschen. Am Anti-Legida-Protest, bei dem es auch zu Sitzblockaden kam, beteiligten sich rund 5 000 Teilnehmer. Zuvor war es wie vor den Legida-Veranstaltungen vor knapp zwei Wochen erneut zu Brandanschlägen auf Bahnanlagen gekommen. (dpa)

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.
Wahl-Special