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Lehrermangel in der Lausitz am größten

Von 92 offenen Stellen konnten zum Halbjahr nur 75 besetzt werden, die meisten mit Quereinsteigern.

© dpa

Bautzen. Die Personalprobleme an Sachsens Schulen sind in den Landkreises Bautzen und Görlitz mit Abstand am größten. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Statistik des Landesamts für Schule und Bildung (Lasub) hervor. Demnach konnten hier von den 92 offenen Stellen zum zweiten Schulhalbjahr insgesamt nur 75 besetzt werden – und das zu 80 Prozent auch nur mit Seiteneinsteigern. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt beträgt der Anteil der neu eingestellten Lehrer ohne pädagogische Ausbildung 60 Prozent.

Die meisten unbesetzten Stellen gibt es an den Grundschulen. Von 28 freien Stellen konnten hier nur 17 besetzt werden, darunter nur drei mit ausgebildeten Lehrern. An den Oberschulen sind unter 30 Neueinstellungen nur zwei grundständige Pädagogen. Auch in den Gymnasien kommen die Probleme jetzt an: Von 14 offenen Stellen konnten nur 11,7 besetzt werden, davon zur Hälfte mit Seiteneinsteigern.

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Mit einer hohen Zahl an Ausfallstunden, die im ersten Schulhalbjahr mit teilweise bis zu 20 Prozent einen neuen Rekordstand erreicht hat, wird auch in den kommenden Wochen zu rechnen sein. Die neu eingestellten Seiteneinsteiger müssen erst noch eine dreimonatige Grundausbildung absolvieren. Sie stehen den Schulen frühestens im April zur Verfügung. Die meisten, die jetzt in März mit der Ausbildung beginnen, frühestens im Juni – vier Wochen vor Schuljahresende. (SZ/ju)