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Leiche aus Görlitzer Fabrik ist identifiziert

In der ehemaligen Färberei an der Brückenstraße hatte es im April gebrannt. Erst Mitte August war der Tote entdeckt worden.

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© SZ-Archiv/Pawel Sosnowski

Görlitz. Die Identität des Toten, der am 17. August in der ehemaligen Färberei an der Görlitzer Brückenstraße gefunden wurde, ist zweifelsfrei geklärt. Die Vermutungen der Kriminalpolizei bestätigten sich nach Analysen von Rechtsmedizinern. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, handelte es sich bei dem Verstorbenen um einen 51-jährigen Mann aus dem Raum Görlitz, mutmaßlich stammt er aus Kodersdorf.

Der Obdachlose war seit etwa April 2016 unbekannten Aufenthalts. Das Feuer an der Brückenstraße hatte sich am 24. April ereignet. Die Leiche wies nach Polizeiangaben Spuren des Brandgeschehens auf, selbst das Geschlecht konnte zunächst nicht eindeutig bestimmt werden. Der Tote gelangte demnach nicht nachträglich an den Fundort. Der befand sich in einem unzugänglichen, einsturzgefährdeten Bereich des verfallenen Gebäudes.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Ursache des Brandes in der Industriebrache dauern an. (szo)

Aus dem Polizeibericht vom 1. September

Autodieb gestellt.

Am Donnerstagmorgen, gegen 5 Uhr, überprüften Bundespolizisten das Kennzeichen eines in den Autobahntunnel „Königshainer Berge“ einfahrenden Toyota Corolla. Da sie Unregelmäßigkeiten feststellten, wollten sie den Wagen kontrollieren. Mit Blaulicht wurde der Mann hinter dem Steuer aufgefordert, auf den Autobahnrastplatz „Wiesaer Forst“ zu fahren. Der Fahrer gab Gas und verließ an der Anschlussstelle Görlitz die Autobahn. Auf dem Zubringer stellte er plötzlich den Pkw quer zur Fahrbahn, legte den Rückwärtsgang ein und ließ das Auto rollen. Bevor der Toyota zum Stehen kam, verließ der Fahrer fluchtartig das Fahrzeug. Mit einem Hubschrauber wurde eine Stunde vergeblich nach ihm gesucht. Schließlich ist er gegen 6.30 Uhr in einem kleinen Waldstück gestellt worden. Inzwischen wurde der 26 Jahre alte polnische Staatsangehörige mit Unterstützung des polnischen Grenzschutzes identifiziert. Geklärt ist inzwischen auch, dass der Pkw gestohlen wurde. Darauf deutete bereits eine eingeschlagene Fahrzeugscheibe hin. Der in Dresden wohnende Eigentümer des Toyota wurde unterdessen von der Polizei über die Sicherstellung seines fahrbaren Untersatzes informiert.

Bei Unfall verletzt

Am Mittwochmittag wurde ein 66-jähriger Kradfahrer bei einem Verkehrsunfall in Krauschwitz verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 13.10 Uhr an der Kreuzung B 156/S 123, der sogenannten Brendels-Kreuzung. Ein 72-Jähriger wartete mit seinem Peugeot an der roten Ampel. Als diese auf Grün umschaltete, fuhr der Pkw-Lenker an, bremste kurz danach unvermittelt ab und bog rechts auf den Parkplatz einer Gaststätte ab. Ein ihm nachfolgender Fahrer eines Mazda konnte nur durch starkes Abbremsen ein Auffahren verhindern. Der dem Mazda folgender Zweirad-Fahrer bremste ebenfalls stark. Er verlor dabei das Gleichgewicht, stürzte und zog sich Verletzungen zu. Am Zweirad entstand Schaden in Höhe von etwa 500 Euro.

Auf dem Görlitzer Marienplatz festgenommen

Am Donnerstagmittag ist auf dem Görlitzer Marienplatz ein libanesischer Staatsangehöriger von der Bundespolizei festgenommen worden. Gegen den 39-jährigen Inhaber einer Duldung lagen gleich zwei Vollstreckungshaftbefehle vor. Beide Haftbefehle waren von der Staatsanwaltschaft Görlitz ausgestellt worden. Im ersten Fall beruhte der Haftbefehl auf einer Verurteilung durch das Amtsgericht Zittau wegen Sachbeschädigung, im zweiten Fall auf einer Verurteilung durch das Amtsgericht Weißwasser wegen wiederholten Verstoßes gegen Auflagen. Schließlich konnte der Verurteilte die fälligen Geldstrafen, insgesamt 1120 Euro, nicht begleichen. Er verbringt nun die nächsten Wochen ersatzweise hinter Gitter.

Verstoß gegen das Alkoholverbot

Am Mittwochnachmittag wurde die Polizei auf den Görlitzer Marienplatz gerufen. In der Ausgangsmeldung hieß es, dass mehrere Deutsche ausländische Staatsbürger belästigen würden. Vor Ort war nach Rücksprache mit den anwesenden Personen der Zielgruppe kein strafbares Handeln zu erkennen. Allerdings verstießen zwei 19 und 33 Jahre alte Görlitzer gegen das Alkoholverbot auf dem öffentlichen Platz. Die Stadtverwaltung wird sich mit den Ordnungswidrigkeiten befassen.

Ruhestörung endet mit Gefängnisaufenthalt

Anwohner eines Mehrfamilienhauses an der Biesnitzer Straße in Görlitz riefen am Mittwochabend die Polizei. Im Haus war es in einer Wohnung wohl mal wieder laut geworden. Die Polizisten sprachen mit den Bewohnern und stellten dabei fest, dass eine 30-jährige Bekannte, die zugegen war, per Haftbefehl gesucht wurde. Sie nahmen die Frau fest und überstellten sie in eine Justizvollzugsanstalt.

Frau leblos aufgefunden

Am Mittwochmittag hat ein Mitarbeiter der Asylunterkunft an der Thomas-Müntzer-Straße in Hoyerswerda eine 25-jährige Bewohnerin leblos in ihrem Zimmer aufgefunden. Da die Ursache für das Ableben der Frau derzeit noch nicht zweifelsfrei geklärt ist, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Der Leichnam wird zur Klärung der offenen Fragen obduziert. Hinweise für ein Gewaltverbrechen oder eine Straftat sind derzeit nach Polizeiangaben nicht ersichtlich. Schnell verbreiteten sich bereits Gerüchte, wonach die Frau getötet worden sein soll. Diese seien nach bisherigem Ermittlungsstand nicht richtig. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

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