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Leiche in alter Wäscherei identifiziert

Die skelettierte Mumie in Görlitz vor knapp zwei Monaten war ein grausiger Fund. Die Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden, aber wenigstens die Identität des Mannes.

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Görlitz. Der am 13. April in der Industriebrache der früheren Großwäscherei auf der Görlitzer Brückenstraße 6/7 aufgefundene skelettierte Leichnam einer damals unbekannten Person ist jetzt identifiziert. Wie Oberstaatsanwalt Sebastian Matthieu bestätigte, handelte es sich um einen zum Auffindezeitpunkt 66-jährigen polnischen männlichen Staatsangehörigen, der im Nachbarland als obdachlos galt.

Aufgrund des Verwesungsgrades des Leichnams konnte eine Todesursache nicht mehr festgestellt werden. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen in Dresden ergaben keine Anhaltspunkte für einen Todeseintritt aufgrund eines Fremdverschuldens. Zudem waren weder der Todeszeitpunkt noch die Liegezeit des Leichnams sicher zu bestimmen, sagte Matthieu.

Es wurde von möglicherweise mehreren Jahren ausgegangen. Die ständige Zugluft wegen kaputter Fenster hat wie vieles andere mehr Einfluss auf das Tempo von Mumifizierung und Skelettierung. Die Staatsanwaltschaft hat daher ihre Ermittlungen zu dem Sterbefall abgeschlossen.

Die Leiche lag in der dritten Etage des Gebäudes. Zur Bergung wurde damals auch die Feuerwehr angefordert, weil die Ruine innen als einsturzgefährdet gilt. (SZ/rs)