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Leipzig rüstet sich für 16 Demonstrationen am Freitag

Für Leipzig droht inzwischen ebenso wie für Dresden der Ausnahme- zum Dauerzustand zu werden. Wieder einmal wird Legida marschieren - aber nicht ohne Gegner.

© dpa

Leipzig. Leipzig bereitet sich erneut auf einen Tag mit voraussichtlich Zehntausenden Demonstranten und massiver Polizeipräsenz vor: Für kommenden Freitag liegen der Messestadt 16 Anmeldungen von Demonstrationen vor.

Davon gingen inhaltlich sieben in Richtung des islamkritischen Bündnisses Legida, während sich neun dagegen wendeten, teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend mit. Diese Zahlen könnten sich aber noch verändern. Über eine neue Route des Legida-Aufzugs gab es entgegen ersten Ankündigungen keine Informationen. Mit versammlungsrechtlichen Entscheidungen sei er in den nächsten Tagen zu rechnen, hieß es.

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Am Dienstag sprach die Stadt nach eigenen Angaben „mit zwei Einzelpersonen und Legida“. Polizei und Ordnungsbehörde würden den Inhalt der Gespräche jetzt prüfen. Aus Gründen des Datenschutzes könne nicht mehr über die Anmelder gesagt werden. Zuvor hatten die Legida-Organisatoren ihren geplanten Aufzug von Mittwoch auf Freitag verlegt.

Legida, der Leipziger Ableger des Dresdner-Pegida-Vereins, hat nach früheren Informationen der Stadt den Aufzug unter das Motto „Für den bundesweiten Volksentscheid“ gestellt. Geplant seien Auftakt- und Abschlusskundgebungen auf dem Leipziger Markt und dazwischen eine Demonstration über den Leipziger Ring. Die Anmelder rechneten mit 15 000 Teilnehmern. Das Legida-Bündnis selbst kündigte im Internet an, „in dieser und in den nächsten Wochen (....) jeden Freitag ab 19.00 Uhr“ zum Markt ziehen zu wollen.

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Legida hat bislang zweimal demonstriert. Am vorigen Mittwoch hatten die Demonstration und die zahlreichen Gegenproteste Leipzig in einem Ausnahmezustand versetzt. Laut Polizei und Stadt hatten 20 000 Menschen gegen Legida demonstriert, 15 000 dafür. Diese Zahl wurde jedoch von Wissenschaftlern und Augenzeugen als viel zu hoch eingeschätzt. Soziologen der Universität Leipzig kamen bei eigenen Zählungen auf maximal 5 000 Legida-Teilnehmer. (dpa)