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Leipzig zeigt Buntheit

Leipzig. Gewerkschaften, der Friedenskreis der Nikolaikirche und das Bündnis „Jugend ist bunt“ haben für den „Tag der deutschen Einheit“ am Freitag in Leipzig zu einer Kundgebung gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch in der Messestadt aufgerufen.

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Leipzig. Gewerkschaften, der Friedenskreis der Nikolaikirche und das Bündnis „Jugend ist bunt“ haben für den „Tag der deutschen Einheit“ am Freitag in Leipzig zu einer Kundgebung gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch in der Messestadt aufgerufen.

Nach einem Friedensgebet in der Nikolaikirche mit Pfarrer Christian Führer (Beginn 11.30 Uhr) sei eine Demonstration am Hauptbahnhof vorbei zum Völkerschlachtdenkmal geplant, teilte die „Grüne Jugend“ in Leipzig mit. Im Anschluss daran finde an dem Denkmal ein Fest „Leipzig lebt Courage“ unter anderem mit einem musikalischen Unterhaltungsprogramm und Ansprachen von Gewerkschaftern statt. Die Einwohner von Leipzig würden „wie immer ihre Zivilcourage gegen den braun-blinden Protest zeigen“

Laut des für Ordnungsfragen zuständigen Dezernats der Stadtverwaltung hat der Hamburger Neonazi Christian Worch eine Demonstration für 500 Teilnehmer angemeldet. Als Slogan für den Aufmarsch sei „Gegen linke Repression – Wir sind das Volk“ angegeben worden. Die Benutzung des Mottos der friedlichen Revolution von 1989 wollte die Stadt Leipzig schon im Juli untersagen. Dies war jedoch vom Verwaltungsgericht als „rechtswidrig“ gerügt worden.

Die Neonazis dürfen nur unter Auflagen marschieren. So akzeptierte Worch die von der Stadt geänderte Wegstrecke und verzichtete darauf, den Zug zum Völkerschlachtdenkmal zu führen. Das bestätigte das Leipziger Verwaltungsgericht gestern gegen einen Antrag von Worch. (epd/dpa)