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Leipzig

Polizei sucht Brandstifter von Leipzig

Zu Silvester haben in Leipzig mehrere Bundeswehrfahrzeuge gebrannt. Jetzt loben die Ermittler eine stattliche Summe für Hinweise aus.

Diesen "Wolf" und weitere Fahrzeuge musste die Bundeswehr nach dem Brand in Leipzig ausmustern.
Diesen "Wolf" und weitere Fahrzeuge musste die Bundeswehr nach dem Brand in Leipzig ausmustern. © Sebastian Willnow

Leipzig/Dresden. Im Fall der in der Silvesternacht angezündeten Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig kommt Sachsens Landeskriminalamt (LKA) offenbar kaum voran. Nun ist für „sachdienliche Hinweise“ auf den oder die Täter eine Belohnung in Höhe von 80.000 Euro ausgelobt worden.

Laut LKA wurden am Silvesterabend zwischen 21.30 und 22 Uhr insgesamt elf Geländewagen und ein Anhänger bei einem Brand beschädigt. Das Feuer an der Mercedes-Benz-Niederlassung Torgauer Straße wurde demnach absichtlich gelegt. Mindestens vier der Autos brannten vollständig aus, weitere in unmittelbarer Nähe parkende Fahrzeuge wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

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Ein Bekennerschreiben verweist den Ermittlern zufolge auf eine mögliche politische Motivation. Es tauchte am Neujahrstag bei "Indymedia" auf, einem Portal, welches das Bundesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich Linksextremismus einstuft. Doch seitdem sind die Ermittlungen offenbar wenig voran gekommen. Noch immer suchen die Beamten nach Zeugen, denen am Tatort Ungewöhnliches aufgefallen sein könnte oder die im Internet auf Verdächtiges gestoßen sind.

„Jede auch zunächst noch so unscheinbare Feststellung in diesem Zusammenhang kann für die Ermittlungen wichtig sein“, heißt es am Mittwoch in einer Mitteilung. Tippgeber könnten demnach mit 80.000 Euro belohnt werden. Sollten die Fahnder nun von mehreren Zeugen zielführende Informationen bekommen, kann der Betrag auch aufgeteilt werden. Hinweise nimmt das LKA unter 0800-8552055 entgegen. (SZ/mja)

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