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Leipzig

Leipzig: Doppelmord-Prozess abgesagt

In Leipzig soll ein Mann zwei Frauen getötet und zerstückelt haben. Nun sollte er sich dafür erneut vor Gericht verantworten. Doch daraus wird vorerst nichts.

© Archiv/Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Leipzig. Der Prozess gegen einen Mann, der zwei Frauen in Leipzig getötet, die Leichen zerteilt und wie Müll entsorgt haben soll, ist abgesagt worden. Grund sei die Erkrankung eines Richters, teilte eine Sprecherin des Landgerichtes Leipzig am Freitag mit. Ein neuer Termin stünde noch nicht fest. Der aus der Mongolei stammende 41 Jahre alte Mann hätte sich am Freitag zum dritten Mal vor dem Landgericht Leipzig verantworten müssen, weil der Bundesgerichtshof (BGH) vorherige Urteile teilweise aufgehoben hatte.

Das Landgericht hatte den Mann bereits zwei Mal wegen Mordes in zwei Fällen sowie Störung der Totenruhe verurteilt. Zudem wurde jeweils die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Das Gericht war überzeugt, dass der Angeklagte 2016 eine 43-jährige Portugiesin und Monate später eine 40-jährige Deutsche erwürgt hatte. Anschließend soll er die Leichen zerteilt und im Elsterflutbecken sowie im Hausmüll, in der Toilette und in einem Abbruchhaus entsorgt haben.

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Der BGH hielt die Schuldsprüche in dem Fall der 40-Jährigen allerdings nicht für tragfähig. Auch die Verurteilung wegen Störung der Totenruhe hatte bei den Bundesrichtern keinen Bestand. Nun muss sich eine andere Strafkammer des Landgerichts erneut mit dem Verbrechen beschäftigten. Das wird aber nichts daran ändern, dass der Täter eine lebenslange Strafe absitzen muss. Die Verurteilung wegen des Mordes an der 43-Jährigen ist rechtskräftig. (dpa)

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