Merken
Leipzig

Tödlicher Unfall: 33-Jähriger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ein 16-Jähriger ist im Februar 2019 bei einem Unfall in Leipzig tödlich verletzt worden. Nun muss sich der Autofahrer dafür verantworten.

 0 Min.
Auf der Jahnallee in Leipzig soll sich der Unfall im Februar 2019 ereignet haben.
Auf der Jahnallee in Leipzig soll sich der Unfall im Februar 2019 ereignet haben. © Archiv/Jan Woitas/dpa

Leipzig. Ein 33-Jähriger ist mehr als zweieinhalb Jahre nach einem tödlichen Unfall in Leipzig wegen der fahrlässigen Tötung eines 16-Jährigen verurteilt worden. Das Amtsgericht Leipzig verhängte gegen den Mann am Montag eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten, ausgesetzt zur Bewährung. Zudem muss er 10.000 Euro an gemeinnützige Organisationen zahlen und 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der heute 33-Jährige stieß mit seinem Auto mit dem Jugendlichen im Februar 2019 zusammen und verletzte ihn dabei so schwer, dass er im Krankenhaus starb.

Anzeige
Auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Job?
Auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Job?

Zur Verstärkung ihres Teams sucht die A4RES Gruppe in Bautzen Unterstützung für die Verwaltung ihrer Objekte in Voll- oder Teilzeit. Es lohnt sich, hier anzufangen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er wesentlich schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde unterwegs war. Ein Gutachter habe eine Geschwindigkeit von 87 Kilometern pro Stunde zu dem Zeitpunkt, als der 16-Jährige auf die Frontscheibe des Unfallfahrers krachte, auslesen können.

Weitere Vergehen mit angeklagt

Zu dem tödlichen Unfall kam es, nachdem der nun Verurteilte mit seinem Auto beschleunigte, als eine vor ihm fahrende Straßenbahn in den Haltestellenbereich abbog und der 16-Jährige bei Rot über die Straße lief, um vermutlich noch die Tram zu erwischen.

Nach Auffassung eines Gutachters und Überzeugung des Gerichts war der Zusammenstoß bei der derart hohen Geschwindigkeit des Unfallautos zeitlich nicht mehr vermeidbar gewesen.

Die verhängte Strafe berücksichtigt zudem weitere Vergehen, die sich nach dem tödlichen Unfall ereigneten und ebenfalls mit angeklagt waren. Der 33-Jährige ist demnach ohne Fahrerlaubnis gefahren, hat bei einer Kontrolle einen gefälschten Führerschein vorgezeigt und mit einem als Taschenlampe getarnten Elektroschocker gegen das Waffengesetz verstoßen. (dpa)

Mehr zum Thema Leipzig