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Leipzig

Mildere Strafe für Unister-Manager

Der ehemalige Unister-Manager Daniel Kirchhof wurde Ende 2017 verurteilt. Gegen das Urteil legte er Revision ein. Nun gab es eine neue Entscheidung.

Daniel Kirchhof wurde am Mittwoch wegen Betrugs und Beihilfe zur unbefugten Geschäftstätigkeit verurteilt. Das Foto zeigt Kirchhof in jüngeren Jahren.
Daniel Kirchhof wurde am Mittwoch wegen Betrugs und Beihilfe zur unbefugten Geschäftstätigkeit verurteilt. Das Foto zeigt Kirchhof in jüngeren Jahren. © Archivfoto PR

Leipzig. Der Ex-Manager des einstigen Online-Reiseriesen Unister in Leipzig, Daniel Kirchhof, hat ein geringeres Urteil erhalten als noch Ende 2017. Das Landgericht Leipzig verurteilte ihn am Mittwoch zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung wegen Betrugs und Beihilfe zur unbefugten Geschäftstätigkeit.

Zuvor war der Manager noch zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Da er zugleich vom Vorwurf unerlaubter Versicherungsgeschäfte und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung freigesprochen wurde, muss er nun einen deutlich geringeren Teil der Prozesskosten zahlen.

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Kirchhof war einer der Köpfe des schillernden Leipziger Internetkonzerns mit Marken wie fluege.de, hotelreservierung.de und ab-in-den-urlaub.de. Heute arbeitet der 43-Jährige als Berater in Markkleeberg und engagiert sich für das Portal auto.de, das er mitbegründet hat.

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Beim Urteil ging es unter anderem um die Rechtmäßigkeit eines so genannten Stornoschutzes, falls Kunden eine Reise doch nicht antreten können. Dafür hatte Unister allerdings keine Zulassung. Der Bundesgerichtshof hatte ein erstes, strengeres Urteil der Leipziger Richter in Teilen aufgehoben, daher musste über das Strafmaß neu verhandelt werden.

Der ehemalige Gründer und Kopf des Unternehmens, Thomas Wagner, starb 2016 bei einem Flugzeugabsturz. Kurz nach seinem Tod meldete Unister Insolvenz an.

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