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Leipzig

Razzia der Soko LinX in Connewitz

Die Soko LinX war am Mittwoch mit einem Großaufgebot im Leipziger Stadtteil Connewitz im Einsatz. Die Beamten durchsuchten mehrere Wohnungen.

Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen in dem linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz.
Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen in dem linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz. © dpa-Zentralbild

Leipzig. Eine ganze Reihe Polizeiwagen steht Mittwochvormittag wieder einmal in der Stockartstraße in Leipzig-Connewitz. Polizisten der „Soko Linx“ des Landeskriminalamts und der Bereitschaftspolizei durchsuchen Wohnungen von fünf Beschuldigten im Alter zwischen 30 und 33 Jahren wegen des Vorwurfs des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung. Laut einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Leipzig sollen die Beschuldigten im September 2019 an einem Angriff auf Fußballfans in einer S-Bahn am Bahnhof Neukieritzsch beteiligt gewesen sein.

„Die Beschuldigten sind der Anhängerschaft der BSG Chemie Leipzig zuzuordnen“, berichtet LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Die fünf jungen Männer sollen mit weiteren Tätern eine Reihe Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig angegriffen haben. Dabei sei eine Person verletzt worden. Anhand umfangreicher Ermittlungen seien die bisher fünf Beschuldigten ermittelt worden. Bei der Razzia sei es aber nicht um Festnahmen gegangen, hieß es. Die Durchsuchungen hätten vor allem dazu gedient, Beweismittel sicherzustellen. Die Gegenstände würden nun gründlich ausgewertet.

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Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. © dpa-Zentralbild

Auslöser der Attacken war offenbar ein bevorstehendes Derby zwischen dem BSG Chemie und dem FC Lok Leipzig Anfang Oktober 2019. Die Begegnungen gelten regelmäßig als Risikospiele, bei denen Fangruppen aufeinander losgehen. Bereits am Vormittag des 1. September 2019 sollen etwa 35 Vermummte, die die Polizei der Anhängerschaft von „Chemie“ zuordnet, in Neukieritzsch eine S-Bahn mit Lok-Fans angegriffen haben. Dabei wurde auch Pyrotechnik in den Zug geworfen und ein Mann verletzt.

Eine Woche später griffen rund 100 Vermummte aus dem Fan-Lager des FC Lok an der S-Bahnstation „MDR" heimkehrende Chemie-Fans an.

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