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So bereitet sich Leipzig auf den Demo-Samstag vor

Die Teilnehmerzahl bei der „Querdenken“-Demo in Leipzig am Wochenende ist stark reglementiert. Bei Verstößen soll hart durchgegriffen werden.

Als schwarze Silhouetten zeichnen sich die Teilnehmer der "Querdenken"-Demonstration am 7. November vor dem Opernhaus in Leipzig ab. Am 21. November wird es wieder eine Demo der Initiative geben - mit deutlich weniger Teilnehmern.
Als schwarze Silhouetten zeichnen sich die Teilnehmer der "Querdenken"-Demonstration am 7. November vor dem Opernhaus in Leipzig ab. Am 21. November wird es wieder eine Demo der Initiative geben - mit deutlich weniger Teilnehmern. © dpa-Zentralbild

Leipzig. Nach der aus dem Ruder gelaufenen „Querdenken“-Demo vor zwei Wochen in Leipzig bereitet sich die Stadt auf neue Aufmärsche vor: Die Thüringer „Querdenken“-Bewegung, die die Corona-Schutzmaßnahmen scharf kritisiert, hat zu einer weiteren Kundgebung in Leipzig aufgerufen. Angekündigt sind lediglich 250 Teilnehmer, Anmelder ist die Initiative „Mitteldeutschland-MD steht auf“.

Da mehrere Gegendemos auf dem Augustusplatz geplant sind, wurden die „Querdenker“ auf den Kurt-Masur-Platz neben dem Gewandhaus verlegt. Erlaubt sind mittlerweile nur noch Kundgebungen mit maximal 1.000 Teilnehmern, vor zwei Wochen waren noch 20.000 bis 40.000 Menschen in der Innenstadt. Zu Gegenprotesten hat vor allem das Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ aufgerufen. Das Rathaus kündigte an, jeder Versammlung werde je nach angemeldeter Teilnehmerzahl und Standort ein Raum zugewiesen, der mit Gittern abgegrenzt wird. Dort sollen laut Polizei Zugangskontrollen stattfinden.

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Bei Missachtung der Kontaktverbote und des Mindestabstandes werde hart durchgegriffen, alle Verstöße würden geahndet. Der Verfassungsschutz warnte in einer Lageprognose, für die „Querdenken“-Demo werde in der rechtsextremen Szene bundesweit mobilisiert.

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Mit der Teilnahme von gewaltbereiten Hooligans und Störaktionen müsse gerechnet werden. Hinweise auf eine überregionale Mobilisierung von Linksextremisten oder auf geplante Straftaten würden nicht vorliegen. Diese seien aber aufgrund der zu erwartenden Klientel und der Ausschreitungen am 7. November einzukalkulieren.

Die Polizei wird daher von der Bundespolizei und Einsatzkräften aus sechs Bundesländern unterstützt. Auch Hubschrauber, Wasserwerfer und Reiterstaffeln stehen bereit. (svh/mit dpa)

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