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Leipziger verprügeln Mann auf Mallorca

Ein afrikanischer Türsteher wird auf der spanischen Insel von Hooligans schwer verletzt. Die Polizei geht von einem rassistischen Hintergrund aus.

Eine Polizeistreife fährt am Megapark vorbei. Nach einer brutalen Attacke auf einen afrikanischen Türsteher wird gegen zwei deutsche Urlauber auf Mallorca ermittelt.
Eine Polizeistreife fährt am Megapark vorbei. Nach einer brutalen Attacke auf einen afrikanischen Türsteher wird gegen zwei deutsche Urlauber auf Mallorca ermittelt. © dpa

Palma de Mallorca. Nach einer brutalen Attacke auf einen afrikanischen Türsteher wird gegen zwei deutsche Urlauber auf Mallorca ermittelt. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, handelt es sich bei den Männern um zwei aus Leipzig und Umgebung stammende Hooligans. Zeugen, die den Angriff gesehen haben, wollen zudem eine Zugehörigkeit zu gewaltbereiten Teilen der Leipziger Fußballfanszene erkannt haben.

Der zuständige Richter habe nach der Vernehmung der beiden jungen Männer am Montagabend Untersuchungshaft angeordnet, sagte ein Justizsprecher der spanischen Ferieninsel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die beiden Touristen im Alter von 20 und 21 Jahren würden der schweren Körperverletzung beschuldigt. Nach Angaben der Polizei wird ein "rassistischer Hintergrund" vermutet.

Die Attacke ereignete sich am späten Samstagabend vor einem Biergarten am sogenannten "Ballermann", der auch als Freiluftdiskothek fungiert. Nach Angaben von Angestellten und Besuchern des Lokals, die von Medien zitiert wurden, wurde der afrikanische Türsteher plötzlich und offenbar ohne jeden Grund attackiert. Der 44 Jahre alte Senegalese sei brutal verprügelt worden, habe geblutet und sei vorübergehend ohnmächtig geworden. Der Mann war am Dienstag noch in einem Krankenhaus in Palma, wie Medien berichteten. Er müsse operiert werden, hieß es.

Wie die Regionalzeitungen "Diario de Mallorca" und "Última Hora" unter Berufung auf die mallorquinische Polizei berichteten, fanden die Ermittler auf dem Handy eines der beiden Verdächtigen Bilder von Hakenkreuzen sowie des rechtsextremen und als gewalttätig geltenden Ku-Klux-Klans. (dpa mit SZ)