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Döbeln

Leisnig erlebt Fußballfest

Knapp 600 Zuschauer sehen kurzweiligen Saisonauftakt. Mit dem 1:1 können VfB Leisnig und auch Döbelner SC leben.

Der VfB Leisnig und der  Döbelner SC trennten sich unentschieden.
Der VfB Leisnig und der Döbelner SC trennten sich unentschieden. © Foto: Dirk Westphal

Es hat zum Saisonauftakt der Kreisoberliga am Freitagabend in der Leisniger Otto-Schuricht-Sportstätte alles gepasst. Das Wetter, die Kulisse von 589 Zuschauern und das Geschehen auf dem Platz, das sich trotz sieben Gelber Karten intensiv, aber nie unsportlich entwickelte. Und so zeigten sich das Leisniger wie das Döbelner Lager am Ende mit dem 1:1-Unentschieden nicht unzufrieden.

Nach einer mindestens regionalligawürdigen Auftaktperformance der Leisniger Fans, begann die über 90 Minuten mit offenem Visier geführte Begegnung ohne Abtasten. Sekunden nach dem Anpfiff bot sich den Döbelnern die erste Großchance und auch weiterhin blieben die offensiv pressenden Gäste am Drücker und diktierten das Geschehen auf dem Platz. Ein Auftreten, dass der neuformierten, jungen Mannschaft kaum jemand zugetraut hatte. Die Leisniger hatten dem nur Konter entgegenzusetzen. Einer allerdings brachte in der achten Minute durch Hannes Meyer das 1:0. Die Döbelner zeigten sich davon wenig beeindruckt, behielten den Kopf oben und schnürten die Bergstädter förmlich in deren Hälfte ein. Vor allem wenn Amidu Dadi, der von der Heimmannschaft gedoppelt wurde, ins Spiel kam, brannte es lichterloh im VfB-Strafraum. So auch in der 18. Minute, als der Döbelner Mittelstürmer gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter versenkte Kapitän Jonas Dewitz zum Ausgleich. Die Gäste erarbeiteten sich weiter Chancenvorteile, verpassten es jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen. So hatten sie kurz vor der Pause Glück, nicht erneut in Rückstand zu geraten. Doch Christian Poppe schoss aus Nahdistanz über das DSC-Tor.

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In der zweiten Halbzeit blieben die Döbelner optisch leicht überlegen. Zumindest bis zur 60. Minute. Dann kam VfB-Routinier Patrick Hußner ins Leisniger Spiel und der führte nun einen Sturmlauf seiner Mannschaft an, die das Geschehen immer mehr übernahm. Die aufgrund ihrer intensiven Spielweise sichtlich müder werdenden Gäste verteidigenden jedoch mit Geschick, und auch etwas Glück, das 1:1-Unentschieden, das aufgrund des verteilten Spielgeschehens leistungsgerecht erscheint. So sieht das auch VfB-Trainer Rico Meister, der die Döbelner, als einer von wenigen, so stark erwartet hatte. „Die erste Halbzeit hat den Döbelnern gehört, die zweite uns. Unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden und das ist in Ordnung“, sagte er dem Döbelner Anzeiger. Und auch sein Döbelner Kollege Thomas Henschel machte deutlich, mit dem Erlebnis leben zu können. Vor allem freute sich über das Auftreten seiner Mannschaft. „Die Jungs haben unseren Schlachtplan super umgesetzt und eine starke Leistung geboten, die mir Mut macht“, sagte er dem Döbelner Anzeiger und fügte an: „Die Einwechslung von Patrick Hußner hat die Leisniger dann noch mal stark gemacht. Der hat das richtig clever gespielt und uns in der letzten halben Stunde vor Probleme gestellt.“

VfB Leisnig - Döbelner SC 1:1 (1:1)

VfB Leisnig: Radke, P. Hartmann (46. Kluttig), Roitzsch (60. Hußner), Seydel (65. Kouba), Meyer, Hashani, Poppe, Böhm, Wilke, Thalheim, Schulz. Döbelner SC: Werner, M. Draßdo, Dewitz, Perlitius, Raade (71. O. Hochmuth), Hajdari (66. A. Hochmuth), Feige, Dadi, Pohl (80. Madjidou), Michel, Vu Duc. Tore: 1:0 Meyer (9.), 1:1 Dewitz (18./Elfmeter). SR: Görke (Naunhof). Zu: 589.