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Lemm nennt Gründe für Bürgerbefragung

Der OB will die Radeberger über den Weihnachtsmarkt abstimmen lassen. Die Ankündigung hat viele überrascht.

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Blick auf den Kirchturm von Radeberg. Unten stehen die Buden für den Weihnachtsmarkt.
Blick auf den Kirchturm von Radeberg. Unten stehen die Buden für den Weihnachtsmarkt. © Thorsten Eckert

Radeberg. Radeberg diskutiert derzeit vor allem ein Thema: den künftigen Standort des Weihnachtsmarktes. Auch auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates spielte die Frage eine Rolle. „Der Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende ist auf viel Zustimmung gestoßen. Ich habe niemanden gehört, der den Standort kritisiert hat. Die geplante Bürgerbefragung ist aus meiner Sicht nicht notwendig“, sagte CDU-Stadtrat Matthias Hänsel. Er wollte von OB Gerhard Lemm wissen, weshalb er die Befragung angekündigt hat. Der Oberbürgermeister verwies auf die Diskussion in den sozialen Medien. „Sobald der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz steht, melden sich Radeberger zu Wort, die auch den Weihnachtsmarkt dort stattfinden lassen wollen. In diesen Diskussionsrunden sind alle der Meinung, dass er dort besser aufgehoben ist“, sagte er.

Seine Wahrnehmung in der Stadt sei aber eine ganz andere. „Auf der Straße sagt mir jeder, der Weihnachtsmarkt gehört an die Kirche.“ Ihm sei es wichtig, diese Frage jetzt repräsentativ klären zu lassen. „Da erscheint mir eine Bürgerbefragung parallel zur Landtagswahl als ein geeignetes Mittel.“ Sollte sich die Mehrzahl der Radeberger für den Marktplatz entscheiden, hieße das allerdings noch nicht, dass er auch wirklich umziehen wird. „Diese Entscheidung trifft dann der Stadtrat. Wir haben ja einen gültigen Beschluss von 2002, der den Kirchplatz festgelegt hat.“ (SZ/td)