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Lenz treibt es im Frühling richtig bunt

Der Priestewitzer Ortsteil feiert seinen 700. Geburtstag und gönnt sich deshalb Ende Mai eine viertägige Feier.

© Anne Hübschmann

Von Catharina Karlshaus

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Priestewitz. Keine Frage: Das ist ihre Jahreszeit! Wenn die Vögel beginnen zu zwitschern und die ersten Blumen aus der Erde knospen, dann fangen auch die Bewohner von Lenz an, wieder richtig aufzuleben. Dass sie sich dem Frühling tatsächlich fest verbunden fühlen, haben sie und viele helfende Mitstreiter schon einmal im April 2016 bewiesen. Damals besann sich der Priestewitzer Ortsteil nämlich eindrucksvoll auf sich selbst und lud auf den Pfarrhof zum Fest für den Frühling. Nun, zwei Jahre später, wollen es die Lenzer so richtig krachen lassen. Grund genug gibt es reichlich oder in Zahlen ausgedrückt, geschichtsträchtige 700 Jahre.

Umzug nach Dallwitz

Ein Jubiläum, das vom 24. bis 27. Mai gefeiert werden soll – und zwar mit allem, was dazu gehört. „Ich bin sehr froh, dass wieder viele ideenreiche und engagierte Leute zusammengefunden haben! Bei mehreren Treffen haben wir uns ein Programm einfallen lassen, das für jedermann etwas bereit halten dürfte“, bekennt Pfarrer Sebastian Zehme.

Der eine oder andere Winterabend sei gewissermaßen zum Plänespinnen genutzt worden und die Ausbeute sei reichlich. Denn nicht nur, dass es an den jeweiligen Festtagen ein abwechslungsreiches Angebot für verschiedene Altersgruppen gebe. Auch mit der einen oder anderen Besonderheit könne aufgewartet werden. „Wir wollen einerseits die Tradition des Dorffestes mit verschiedenen Wettstreiten und einem abendlichen Zusammensein bei Musik und Tanz im Festzelt an der Schule pflegen. Aber wir wollen auch ein paar lieb gewonnene Elemente des Lenzer Frühlings dabei integrieren“, verrät Sebastian Zehme. Demnach werde das Wochenende am Freitagabend mit einem Leiterwagen-Korso eingeläutet. Während die mit Blumen geschmückten Gefährte vor zwei Jahren nur eine kleine Wegstrecke von der Sankt-Peter-Kirche zum Pfarrhof zurücklegten, werde es dieses Mal von Lenz bis nach Dallwitz, entlang der Ringstraße, vorbei am einstigen Gutshof Döbritzschen gehen. Begleitet vom Kinderspielmannszug Zabeltitz finde sich die Gemeinschaft dann wieder auf dem Pfarrhof ein. Sicherlich gerade rechtzeitig, bevor eine Live-Band beginnt zu spielen und ein Bildhauer seine Arbeit aufnimmt. Das Werk, welches der Künstler erschaffen wird, werde noch am Sonntag enthüllt. Es solle künftig jenen neu angelegten Sitzplatz auf dem ehemaligen Schulgartengelände schmücken. „Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir das Jubiläum auch ein wenig auf langfristige Sicht für unseren Ort nutzen wollen“, sagt Zehme und lacht. Einen Grund für so viel Optimismus gibt es in jedem Fall schon mal. Noch bevor überhaupt die Feierlichkeiten zum besonderen Lenzer Geburtstag begonnen haben, ist bereits ein namhafter Gratulant aus der Ferne auf den sächsischen Ort aufmerksam geworden. Das Unternehmen „Naturpflege Lenz“, welches als Senkrechtstarter der Branche deutschlandweit von sich Reden macht und Kosmetik aus rein veganen Rezepturen anbietet, werde im Mai extra in Vertretung seines Chefs aus der Bundeshauptstadt anreisen.

Und damit nicht genug. Wenn die Lenzer feiern, wollen freilich auch die Nachbarn aus Wantewitz nicht fehlen. So werde der Kirchenchor unter der Leitung von Stephan Jänke seine Übungsstunden extra nach Lenz verlegen. Alle Sangesfreudigen, die Lust haben, gemeinsam zu musizieren, seien ab 10. April dazu eingeladen. Die Probenzeit werde insgesamt sieben Wochen dauern und mit einem Auftritt am Nachmittag des 27. Mai im Festzelt enden. Gesungen werden sollen im Übrigen nicht nur klassische Lieder, sondern auch Titel der Unterhaltungsmusik, Spirituals oder Comedian Harmonists.

Allerdings: Noch ist es nicht ganz soweit. Noch haben die Organisatoren und fleißigen Helfer um Pfarrer Sebastian Zehme viel zu tun. Gleich nun, ob bei der Vorbereitung des feierlichen Festgottesdienstes am Sonntag oder dem abschließenden Konzert der Bläser. „Aber wir freuen uns sehr darauf und sind guter Dinge! Der Frühling in all seiner Pracht entfaltet sich schließlich auch nicht an einem Tag. Wir haben viel in unserem Lenz auszugestalten und da gibt es noch einiges zu tun“, weiß Sebastian Zehme.