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Mit Maßkrugstemmen und Dampflok

Von Freitag bis Sonntag brachten Leppersdorfer und ihre Gäste den Dorfplatz zum Beben. Bei der Wies’n.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Leppersdorf. An Ideen mangelt es den Leppersdorfer Dorfclub-Mitgliedern nicht. Dass sie die auch umsetzen können, haben sie am Wochenende mit dem Dorffest erneut unter Beweis gestellt. Drei tolle Spätsommertage erlebte der Ort.

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Eine kleine Reise mit der „Eisenbahn“ ist immer wieder eine angenehme Abwechslung für die Kleinen. © Bernd Goldammer
Die Leppersdorfer Kita zeigte am Sonntagnachmittag im Festzelt ein tolles Programm. © Bernd Goldammer

Für den langjährigen Einsatz war den Machern schon am Donnerstag die Anerkennung der Gemeinde Wachau von Bürgermeister Veit Künzelmann überbracht worden. Immerhin ist der 20-jährige Wachauer Dorfclub für drei alljährlich stattfindende Aktivitäten bereits überregional bekannt. Das besagte Dorffest, die vorweihnachtliche Lichterfahrt und der sagenhafte Dorffasching sind Veranstaltungen, bei denen die Leidenschaft für den Heimatort einen besonders hohen Pegel erreicht.

Feuriger Festtag mit Fackelzug

Mit einem zünftigen Fassbieranstich im Festzelt begann der Freitagabend. Das war der Part von Ortsvorsteher Volkmar Lehmann. Anders als im Vorjahr konnte er den Bierhahn schon nach zwei satten Schlägen eröffnen. Das war gut für die durstigen Kehlen, aber schlecht für die Lästermäuler des Ortes. „Wo hat er geübt“, eine berechtigte Frage stand im Raum. Volker Lehmann bestreitet das nicht. „Ich habe einen Kurz-Lehrgang beim Getränkehändler meines Vertrauens absolviert“, erzählt er lachend.

Der Freitag war ein feuriger Festtag. Ein Höhepunkt war der Fackelzug. Auch deshalb, weil das die große Stunde des Radeberger Kinderspielmannszuges war. Immerhin liefen vor den Fackeln Sächsische Landesmeister. Diesen Titel gewannen sie bereits 2016 in Radeberg. In Markkleeberg konnten sie ihn auch für 2017 erneut verteidigen. Nach dem Marsch zum Festplatz ging es gleich feurig weiter. Daniel Hoyer aus Chemnitz präsentierte seine „Project Feuershow“. Der Chemnitzer hatte sein Equipment auf der Wiese am Festzelt aufgebaut. Den Gästen bot sich eine einzigartige Show aus verschiedenen Lichtelementen und Feuer. Pure Faszination war das Ergebnis.

Mitreißende Show

Bei der Leppersdorfer Wies'n am Sonnabend durfte auch das Maßkrugstemmen nicht fehlen. Nur die Stärksten gingen an den Start. Höhepunkt war das Konzert von Jens Krumpholz. Leppersdorf ist für ihn wie ein Heimspiel. Das riesige Festzelt war lange vor seinem Auftritt schon ausverkauft. Immerhin soll der Künstler in Wachau aufgewachsen sein. Inzwischen ist er bereits mehrmals in verschiedenen TV-Sendungen aufgetreten. Der gebürtige Sachse lebt seit fast 30 Jahren in München. Er selber bezeichnet sich als Münchner Original aus Dresden.

Bekannt ist der Sänger auch als Geschäftsinhaber der Münchner Parkettbörse. Die Presse nennt ihn den Parkettkaiser. Seine Show im Leppersdorfer Festzelt war mitreißend. Es gab Riesenbeifall und auch ohne Zugaben ging es letztlich nicht ab. Am gestrigen Sonntag gab es weitere Höhepunkte des Dorffestes. Der Tag begann mit einem zünftigen Frühschoppen zu den Klängen der „Grenzgänger“. Nachmittag war dann eine großartige Oldtimer Show zu sehen. Auch Gurken- Seiferts Dreirad-Auto kam dabei zu Ehren. Peter Kunath hat ein ähnliches Modell nachgebaut und seinem längst verstorbenen Nachbarn die Ehre erwiesen. Das neuste Model des Oldtimer-Freaks ist ein Chevrolet Standard aus dem Jahre 1934. Es war vieles über die langwierige Auferstehung der Fahrzeuge zu hören. Die Moderation hatte Holm Wustmann von der Condor Diskothek übernommen.

Danach waren Darbietungen verschiedener Vereine zu sehen. Der Männerchor Großdrebnitz überraschte ebenso, wie das Leppersdorfer Team vom TAC Dresden, Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die in der hiesigen Turnhalle dienstags und donnerstags trainiert werden kann. Der Clou war der Auftritt des Kindergartens. Auch der genoss ja ein Heimspiel. Die Modenschau des Mode Express Nr. 1 aus Radeberg war ebenfalls ein Knüller.

Fazit des Wochenendes: Wieder ist den Veranstaltern ein grandioses Dorffest gelungen. So war es rund um den Dorfplatz zu hören.