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Lernen aus einem Geschichtsbuch

Wie das für deutsche und polnische Schüler möglich ist, zeigt ein Vortrag am Dienstag in Görlitz. Diese und weitere Veranstaltungen gibt‘s im sz-veranstaltungskalender.com.

© Eduversum

An diesem Dienstag, 19 Uhr, gibt‘s im Schlesischen Museum zu Görlitz eine Fortbildung für Geschichtslehrer. In einem Abendvortrag stellen Christiane Brandau vom Georg-Eckert-Institut und die Kulturreferentin Annemarie Franke Entstehungsgeschichte, Bedeutung und Herausforderungen des deutsch-polnischen Schulbuchprojekts „Europa – unsere Geschichte“ zur Diskussion.

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Das deutsche-polnische Geschichtsbuch geht zurück auf die Initiative des heutigen Bundespräsidenten und damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeyer von 2006. Zum 25. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages von 1991 konnten die Außenminister Deutschlands und Polens im Juni 2016 den ersten Band des auf vier Bände geplanten Unterrichtswerkes der Öffentlichkeit präsentieren. Vergangenen Herbst wurde der zweite Band für die Neuzeit bis 1815 herausgegeben. Das Besondere ist, dass es sich um ein staatlich zugelassenes Schulbuch für das Fach Geschichte handelt, das den Lehrplänen beider Länder entspricht. Deutsche und polnische Autoren haben, aufbauend auf Expertenempfehlungen, ein Buch zur Geschichte Europas beginnend mit der Ur- und Frühgeschichte verfasst, das zeitgleich in einem polnischen und deutschen Verlag erscheint. An das Projekt wurden hohe politische Erwartungen gestellt, die im Moment einer schwierigen Prüfung unterzogen werden. Die Schulreform in Polen stellt Lehrer vor Herausforderungen bei der Einführung des Lehrbuches.

Vortrag: „Europa – unsere Geschichte“ – wie können deutsche und polnische Schüler aus einem identischen Schulbuch lernen?, Dienstag, 19 Uhr, Schlesisches Museum Görlitz, Eingang Fischmarkt. Der Eintritt ist frei.