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Leserbriefe

Zu „Warum die Warnung vor dem Dammbruch viele Görlitzer zu spät erreichte“ , 12.August, sowie allgemein zu den Auswirkungen des Hochwassers: Viele Schäden hätte es so nicht geben müssen So schlimm die...

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Zu „Warum die Warnung vor dem Dammbruch viele Görlitzer zu spät erreichte“ , 12.August, sowie allgemein zu den Auswirkungen des Hochwassers:

Viele Schäden hätte es

so nicht geben müssen

So schlimm die Auswirkungen des Hochwassers der letzten Tage hier im Freistaat auch sind, so schlimm ist die Ignoranz und Dummheit, ja das Unvermögen der zuständigen Staats- und Kommunalpolitiker. Viele Schäden hätten vermutlich vermieden bzw. verringert werden können, wenn die betroffenen Gemeinden und vor allem die Stadt Görlitz wenigstens einmal in ihren SMS-Eingang geschaut hätten! Es ist doch skandalös, dass man erst aus den Medien erfahren musste, was da auf die Bürger zukommt. Man kann den Betroffenen nur ausdrücklich raten, die Verursacher gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen und zum angemessenen Schadenersatz verurteilen zu lassen.

Ulrich Bergk, Dresden

Viele Kleinunternehmen bangen um ihre Existenz

Ich hoffe nur, dass versprochene Hilfen auch dort ankommen, wo sie benötigt werden. Wir selbst hatten unwahrscheinliches Glück, dass das Wasser zehn Zentimeter vor unserem Haus Stopp gemacht hat. Familien vor meiner eigenen Haustür haben kein Dach mehr über dem Kopf. Viele Kleinunternehmer bangen um ihre Existenz. Es steht furchtbar um vieles Weltkulturerbe, aber bitte, vergessen sollten vor allen Dingen nicht die mittelbar und unmittelbar betroffenen Menschen.

Frau Borcherdt, Olbersdorf

Zu „Jeder Euro Zinsen wäre zu viel“, 12.

August:

Mit so viel Arroganz

hat keiner gerechnet

So viel Arroganz hat keiner erwartet ! Die Landesregierung sollte sich schämen, wie sie sich windet, um den Hochwasser-Geschädigten keine Soforthilfe zukommen zu lassen. Aber das ist ja nichts Neues. Bei dem Tornado in Großenhain war es das gleiche Szenario. Hier ließ sich Ministerpräsident Tillich erst nach acht Tagen zu einem Blitzbesuch blicken, und es gab auch keine Soforthilfe, außer Krediten. Ich kann nur an die Geschädigten appellieren: Vergesst das nicht bis zu den nächsten Wahlen, denn die Landesregierung hat für den Bürger da zu sein und nicht umgekehrt.Herr Güttler, Dresden

Hilfe mit Krediten dürfte für Großteil unzumutbar sein

Als Nichtbetroffener glaube ich, einigermaßen neutral zu sein. Hilfe mit Krediten dürfte weitestgehend unzumutbar sein. Betroffene mit geringen Einkommen und Rücklagen, niedriger Rente oder Hartz IV können nicht zurückzahlen. Hier sollte Hilfe ohne jede Inanspruchnahme der Empfänger geleistet werden. Es ist außerdem nicht einzusehen, dass der Staat 20 Millionen Euro Fluthilfe nach Pakistan schickt, die hier nötig gebraucht wird.

Reinhard Melzer, per E-Mail