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Leserbriefe

Zum Blickpunkt „Alle Stasi-Spitzel in den Plattenbau“ – Schauspielerin Katrin Sass träumt davon, dass jeder Stasi-Mitarbeiter zur Rechenschaft gezogen wird, 4. Februar: Ich war froh, so eine Wohnung zu...

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Zum Blickpunkt „Alle Stasi-Spitzel in den Plattenbau“ – Schauspielerin Katrin Sass träumt davon, dass jeder Stasi-Mitarbeiter zur Rechenschaft gezogen wird, 4. Februar:

Ich war froh, so eine Wohnung zu bekommen

Was hat Frau Sass gegen Plattenbauten? Ich war froh, vor 40 Jahren mit Leistung von Aufbaustunden eine Wohnung in einem solchen zu bekommen und wohne auch heute noch sehr gern darin. Wie werden sich die Stasi-Spitzel wohl in den zahlreichen westdeutschen Plattenbauten ausnehmen, Frau Sass?

Renate Schmidt, Dresden

Frau Sass kann sich gern einmal bei uns umschauen

Meine Frau und ich sind Diplom-Ingenieure (FH) und im technischen bzw. naturwissenschaftlichen Bereich tätig gewesen. Als Bewohner einer Plattenbau-Wohnung möchte ich Frau Sass empfehlen, einmal zu überlegen, ob sie hier die Plattenbau-Mieter nur als Hartz-IV-Empfänger oder Asoziale betrachtet. Sie ist von uns eingeladen und kann sich gern einmal in unserem Umfeld umschauen und neue Erkenntnisse sammeln.H.-J. Holfert, Dresden

Viele Wohnungen

wurden sogar gekauft

Warum werden Plattenbauten immer wieder als „Armenwohnung“ bzw. als Unterkunft für Menschen, die woanders das Bild „verderben“, bezeichnet? Ich wohne in einem Plattenbau und fühle mich dort sehr wohl. Viele Wohnungen wurden sogar gekauft. Vielleicht sollte man bedenken, dass nicht jeder willens ist, den größten Teil seines Einkommens in die Miete zu investieren.

Steffi Bischoff, Dresden

Nicht jeder möchte sich lebenslang verschulden

Ich verwahre mich gegen die Diffamierung der Plattenbaubewohner durch Frau Sass. Sie ist voll auf die Propaganda des Westens eingestiegen. Im Plattenbau leben nur Arbeitslose und Asoziale. Sie stempelt diese Wohngebiete zu Strafkolonien. Dass es früher ein Glück war, solch eine Wohnung zu bekommen, hat sie wohl vergessen. Nicht jeder möchte ein Haus bauen und sich lebenslang verschulden.

Gerald Stübner, Dresden