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Lessing-Preisträger liest in Meißen

Der Autor Rolf Schneider gilt als Grenzgänger des geteilten Deutschlands. Nun ist er in der Stadtbibliothek zu erleben.

© SZ/Jürgen Lösel

Meißen. Wer im eigenen Leben mit Persönlichkeiten wie Victor Klemperer, Peter Huchel oder Marcel Reich-Ranicki in Kontakt kommt, der hat im Wortsinn „viel zu erzählen“. So jemand ist der Autor Rolf Schneider. Wie die Meißner Stadtverwaltung jetzt mitteilt, wird der Erzähler, Essayist und Sachbuchautor im Rahmen des Projektes „Literaturforum Bibliothek. Autoren aus Sachsen in sächsischen Bibliotheken“ am 19. Oktober um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Meißen lesen.

Schneider wird unter anderem aus seiner Autobiografie „Schonzeiten“ zitieren, in der er von einem Schriftstellerleben in drei deutschen Staaten berichtet. Seine Zeit als Grenzgänger im geteilten Deutschland lässt Schneider ebenso Revue passieren, wie Reisen nach Frankreich, Polen, Österreich und in die USA. Außerdem präsentiert er an diesem Abend Auszüge aus seinem Erzählband „Die Seiltänzerin“.

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Die titelgebende Erzählung schildert die Geschichte eines Gemäldes und seiner wechselnden Besitzer über die Jahrzehnte hinweg. Rolf Schneider wurde 1932 in Chemnitz geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik in Halle-Wittenberg und ist seit 1958 freier Schriftsteller. Nach Protesten gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wurden seine Publikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. 1979 folgte der Ausschluss aus dem DDR-Schriftstellerverband.

Für sein Werk wurde er ausgezeichnet mit dem Lessing-Preis der DDR, dem Hörspielpreis der Kriegsblinden sowie dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Er lebt heute als Autor und Publizist in Schöneiche bei Berlin. Der Eintritt zur Lesung ist kostenlos. (SZ/mhe)