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Letzte Spenden für den Bismarckturm

Bis Ende des Monats läuft eine Frist. Beim Eröffnungstermin gibt es jetzt eine Planänderung.

© Norbert Millauer

Von Nina Schirmer

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Radebeul. Noch verwehrt ein großes Metalltor mit Vorhängeschluss den Zugang zum Bismarckturm. Doch schon bald sollen Radebeuler und Gäste vom Turm aus den Blick übers Elbtal bis in die Sächsische Schweiz genießen können. Gerade werden Gelder für die geplante Aussichtsplattform gesammelt. 24 000 Euro fehlen dafür noch.

Im Radebeuler Amtsblatt vom Mai hat der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen zu einem letzten Spendenruck aufgerufen. Mit einem Zusatz: Alle Spenden, die bis zum 31. Mai eingehen, werden vom Geschäftsführer der Sächsischen Wohnimmobilien GmbH (SWG), Peter Heil, verdoppelt. Das heißt, kommen 12 000 Euro zusammen, verdoppelt Heil auf die benötigte Summe von 24 000 Euro. Die Idee dazu habe er spontan bei der Treppengrundsteinlegung am Bismarckturm vor fast zwei Monaten gehabt, sagt der Bauunternehmer. „Ich dachte mir, dass ich meiner neuen Heimat etwas zurückgeben möchte.“

Seit 24 Jahren lebt Heil in Radebeul. Er gehört zu den Investoren, die auf dem ehemaligen Glasinvest-Standort bauen wollen. Für jedes Jahr in Radebeul ist der SWG-Chef bereit, 500 Euro zu geben.„Wir haben alle etwas davon, wenn Radebeul durch den Turm noch attraktiver wird“, sagt er.

So sieht es auch Thomas Vetter, kaufmännischer Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Lößnitz eG. „Das ist für alle Radebeuler eine schöne Sache“, sagt er. Die WGL spendet 1 600 Euro für die Plattform.

Einen Überblick, wie viel Geld insgesamt schon eingegangen ist, hat Denkmalpflegevereinsvorsitzender Jens Baumann. Der Verein hat bereits für den Einbau der Treppe Paten gefunden und die gewaltige Summe von 240 000 Euro zusammengetragen und an die Stadt übergeben. Am 1. April, dem 202. Geburtstag Bismarcks, wurde der Grundstein gelegt. Für die Plattform sind bisher zwischen 6 000 und 8 000 Euro eingegangen, sagt Baumann. Ein bisschen Platz nach oben zu den 12 000 Euro ist also noch. Bis zum 31. Mai kann noch gespendet werden.

Die Plattform oben wird in einem zweiten Schritt nach der Treppe gebaut. Eigentlich sollten die Stufen am 2. September fertig sein. An diesem Tag vor 110 Jahren wurde der Turm eingeweiht. Doch schon bei der Grundsteinlegung war man sich nicht sicher, ob der Termin gehalten werden kann. Jetzt steht fest: Der Bau verzögert sich. „Der September wird als Termin zu knapp“, sagt Baumann.

Denn der Bau der Treppe befinde sich noch immer in der Ausschreibung und werde deshalb voraussichtlich erst 2018 fertig. 83 Stufen samt Podeste, auf denen die Namen der Spender stehen, sollen dann in die Höhe führen. Videoprojektionen sind später im Innern geplant.

Baumann erklärt auch, wie der Zugang zum Turm dann funktionieren soll. „Bei gutem Wetter schließt ein Wachdienst die Tür am Morgen auf und sieht abends nach dem Rechten.“ Geplant ist ein Drehkreuz hinter der Eingangstür. Wer einen kleinen Obolus einwirft, kann nach oben.

Auch um den Turm herum wird sich noch einiges tun. Auf der Nordseite sollen unter anderem eine Wiese und ein Pflasterweg angelegt werden.

Spenden für die Plattform des Bismarckturms können überwiesen werden an Konto: Spende Bismarckturm, IBAN: DE42 8505 5000 0500 1197 83

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