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Dresden

Letztes Open-Air wegen der Hafencity?

Am Sonntag findet das Elektrofestival Click Clack statt. Laut Veranstalter Markus Rätz könnte es bereits das Finale sein. 

Am Sonntag wird beim Click Clack gefeiert. © Moritz Schlieb

In Dresden ist das Angebot an Open-Air-Festivals im Sommer überschaubar. Künftig könnte nun ein etabliertes Musikevent unter freiem Himmel wegbrechen. Denn mit Blick auf die Elektroparty Click Clack, die an diesem Sonntag an der Leipziger Straße stattfindet, erklärt der Veranstalter und DJ Markus Rätz, dass das Ende absehbar ist.

„Vielleicht ist es schon das letzte Mal, auch wenn ich eigentlich hoffe, dass wir nächstes Jahr noch einmal antreten können.“ Das Click Clack wird seit dem Jahr 2007 gefeiert. Bis 2012 wurde zweimal im Jahr gefeiert, zuletzt noch einmal im Sommer, in Zukunft eventuell gar nicht mehr. Der Grund: Seit Monaten wächst in direkter Nachbarschaft das Hafencity-Areal. Der vierstöckige Hotel-Neubau, an dem seit Wochen gebaut wird, soll bereits im Sommer 2020 fertiggestellt werden. Bis zum Ende des Jahres ist geplant, den Rohbau zu beenden und mit dem Innenausbau zu starten. Das teilt USD Immobilien mit. Parallel werden erste Baugruben für die nahende Wohnbebauung ausgehoben.

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„Das ist ja nicht neu und schon länger abzusehen, dass wir ein Problem mit Hotelgästen und später den Anwohnern im Areal bekommen“, vermutet Rätz. Die Partyfläche habe sich durch den Hafencity-Bau bereits verkleinert. Dennoch werden wieder 3000 Gäste erwartet. Rund 2000 Tickets seien bereits verkauft. Mit neun DJs geht das Festival an den Start, darunter international arbeitende Künstler wie Stephan Bodzin und Monolink.

Ob das Click Clack perspektivisch an anderer Stelle fortgeführt wird, kann Rätz derzeit nicht sagen. „Wir lassen das auf uns zukommen. Letztlich ist es eine Entwicklung, die wir nicht beeinflussen können.“ Man werde sich neu orientieren beziehungsweise abwägen müssen, ob das Festival fortgeführt werden kann. „Eigentlich dürfte ja auch künftig neben der Hafencity bis 22 Uhr gefeiert werden. Das erlaubt die Gewerbeverordnung, aber ob sich das durchsetzen lässt, wird sich zeigen“, sagt Rätz und verweist auf die Geschichte des Neustädter Clubs Sabotage, der 2017 schließen musste, nachdem sich Anwohner vehement über die Lautstärke beschwert hatten. Zu dramatisch will der Veranstalter die Situation dennoch nicht bewerten. „Eigentlich war es ein kleines Wunder, dass sich ein Club mitten im Wohngebiet überhaupt so lange halten konnte.“ Jetzt ereile diese Entwicklung auch Pieschen. (SZ/mes)

Das Click Clack findet am 14. Juli zwischen 12 und 22 Uhr statt. Tickets unter www.showboxx.de