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Lew-Kopelew-Preis für „Lifeline“-Kapitän Reisch und den Verein

Im April wird das Engagement der Dresdner Seenotretter erneut geehrt. Auch 2019 wollen die Helfer wieder Menschen im Mittelmeer retten. 

Claus-Peter Reisch, Kapitän des Seenotrettungsschiffs „Lifeline“, wird im April mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 geehrt.
Claus-Peter Reisch, Kapitän des Seenotrettungsschiffs „Lifeline“, wird im April mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 geehrt. © dpa/Matthias Balk

„Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch und die Dresdner Seenotrettungsinitiative Mission Lifeline werden mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 ausgezeichnet. „Sie hätten im Mittelmeer aus eigenem Antrieb unter mutigem persönlichem Einsatz zahlreiche Menschen vor dem Tod durch Ertrinken gerettet“, teilte das Lew Kopelew Forum zur Begründung mit. Damit ehre der Preis das humanitäre Anliegen der Initiative, auch stellvertretend für viele andere Seenotretter im Mittelmeer.

Das Rettungsschiff „Lifeline“ der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline saß im Sommer 2018 fast eine Woche auf dem Mittelmeer fest, nachdem es rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch wurde in Malta vor Gericht angeklagt und steht dort weiter vor Gericht. Der nächste Prozesstermin ist für den März anberaumt, eine Ende des Disputs nicht in Sicht. 

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Die Verleihung des Lew-Kopelew-Preises ist für den 7. April in Köln vorgesehen. Die Festrede werde der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und die Laudatio der Vorsitzende des Lew Kopelew Forums und ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth halten. 

Zuvor aber kommt Claus-Peter Reisch noch nach Dresden und spricht in Loschwitz. An der sogenannten Senfbüchse organisiert FDP-Mann Martin Wosnitza am 23. Februar eine Demo für die Seenotrettung. (SZ/dpa)