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Hoyerswerda

LHV erkämpft ein Unentschieden

Die LHV-Männer treffen kurz vor Schluss zum 25:25 gegen Cunewalde

Alexander Canbek (r.) und Christian Herzer im Zusammenspiel. Canbek war es, der in einer turbulenten Schlussphase zum 25:25-Endstand traf.
Alexander Canbek (r.) und Christian Herzer im Zusammenspiel. Canbek war es, der in einer turbulenten Schlussphase zum 25:25-Endstand traf. © Foto: Werner Müller

Handball-Sachsenliga Männer

LHV - HVO Cunewalde 25:25 (9:12)

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Am Ende... gut

Das Hoyerswerdaer Bestattungshaus Thomas Konieczny blickt auf knapp 30-jähriges Bestehen zurück.

Hoyerswerda. Die Zuschauer im BSZ „Konrad Zuse“kamen am Ende des Ostsachsenderbys voll auf ihre Kosten. Es hielt fast keinen mehr auf seinem Sitz, als die Sirene beim 25:25 das Spiel beendete. Bis es aber dazu kam, mussten die treuen LHV-Fans zunächst sehr stark sein, denn die Niederlage vor einer Woche gegen Koweg Görlitz schien ihre Männer noch sehr zu verunsichern.

Erfreulicherweise zeigte sich die Abwehr diesmal in besserer Verfassung. Tobias Sieber eröffnete den Torreigen zum 1:0, doch danach wollte den Einheimischen zehn Minuten im Angriff nichts mehr gelingen. Die Chancen wurden zwar gut herausgearbeitet, aber der Ball fand immer wieder den Weg nicht zum Tor, bzw. wurde Beute des gegnerischen Keepers. Die Cunewalder nutzten diese Phase des LHV, um sich mit 1:4 abzusetzen.

Wieder war es der erfolgreichste Torschütze an diesem Tag, Tobias Sieber, der den zweiten LHV-Treffer zum 2:4 nach elf Minuten folgen ließ. Aber auch im Anschluss rieben sich die LHV-Angreifer immer wieder an der HVO-Deckung auf. Der Ball lief zu langsam in den eigenen Reihen und der letzte Zug zum Tor fehlte auch.

Aus der Pause kamen die LHV-Männer sehr aufmerksam und Nils Nitzsche bzw. Lukas Seifert verkürzten auf 11:12. Allerdings nutzten die Gäste eine Hoyerswerdaer Zeitstrafe dann konsequent aus, um sich wieder auf 13:17 abzusetzen. Mehr als bis auf 17:21 kamen die LHVer nicht heran, wobei sie auch zwei 7-Meter in Folge liegenließen. Aber auf einmal sprang der Funke über und man sah wieder das alte LHV-Team. In der Abwehr kämpfte nun jeder für jeden und die Bälle wurden schnell in eigene Treffer umgewandelt.

Fünf Minuten vor Spielende war der 23:23-Ausgleich hergestellt und auch Kapitän Max Kastner im Tor konnte nun einen 7-Meter parieren. Im Gegenzug zeigte sich nun Dario Feuerriegel vom Punkt nervenstark und netzte zum 24:23 ein. Danach haderten die Hoyerswerdaer mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, die dafür sorgten, dass der HVO wieder in Führung gehen konnte. Als dann auch noch zehn Sekunden vor dem Ende ein regulärer Treffer nicht gegeben wurde, war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Zum Glück sorgte Alexander Canbek mit dem 25:25 für das gerechte Unentschieden. „Die erste Spielhälfte war fast ein Spiegelbild vom Spiel vor einer Woche. Die Männer wollen zu viel und verkrampfen gerade im Angriff. Toll war, wie wir uns in den letzten Minuten zurückgekämpft haben und den Punkt auch verdient haben“, fasste LHV-Trainer Torsten Tschierske die Begegnung zusammen. (lhv)

LHV Hoyerswerda: Max Kastner, Henry Schacht – Nils Nitzsche (4), Dario Feuerriegel (5/1), Nico Köppner, Jakob Kretzschmann, Tobias Sieber (9), Stan Altmann, Christian Herzer (2), Lukas Seifert (1), Tony Jäschke, Ben Krahl (2/2), Nico Pollack, Alexander Canbek (2), Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Christian Bartoszek