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Deutschland & Welt

Lieberoser Heide brennt immer noch

Erneut brennt es in der Lieberoser Heide. Weil dort im Süden Brandenburgs viel Munition liegt, trifft die Feuerwehr auf sehr schwere Bedingungen.

Löschwasser wird in die Bäume eines Waldes in der Lieberoser Heide gespritzt. © Patrick Pleul / dpa

Lieberose/Finsterwalde  Ein Waldbrand in der Lieberoser Heide südöstlich von Berlin stellt Löschkräfte in Brandenburg zum wiederholten Mal in diesem Jahr vor Probleme. "Wir haben heute die 80 Hektar Brandfläche gehalten - aber der Brand ist sicher noch nicht unter Kontrolle", sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle Lausitz der Deutschen Presse-Agentur am späten Sonntagabend. Zielsetzung für den Wochenstart sei es nun, eine Ausbreitung des Brandes auch weiterhin zu unterbinden.

"Das Wichtigste ist, dass keine Ortschaften in Gefahr sind", sagte die Sprecherin. Dies sei bislang gewährleistet. Am frühen Montagmorgen wollten sich die Rettungskräfte für eine Lagebesprechung treffen, um das weitere Vorgehen zu planen und die Entwicklung in der Nacht zu beurteilen, wie es hieß.

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Von Samstag auf Sonntag hatte sich die Brandfläche im Landkreis Dahme-Spreewald von etwa 40 auf rund 80 Hektar verdoppelt. Besondere Probleme macht es, dass die Böden im Brandgebiet mit Munition kontaminiert sind. Aufgrund der davon ausgehenden Gefahr wurde eine Gefahrenzone definiert, die weder betreten, noch befahren werden darf, wie die Sprecherin sagte. Gelöscht werde von außen - etwa von Waldwegen aus oder aus der Luft. Erschwert wurden die Löscharbeiten zudem durch Wind.

Die Bundespolizei unterstützte am Wochenende mit einem Löschhubschrauber. Die Feuerwehr war am Sonntagabend mit mehr als 20 Fahrzeugen und fast 100 Einsatzkräften vor Ort.

Zumindest bei Finsterwalde brennt es nicht mehr

Erst am Freitag hatte die Feuerwehr einen Einsatz in der Lieberoser Heide beendet. Über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Wochen hatte ein Großbrand die Einsatzkräfte beschäftigt. Rund 100 Hektar Fläche brannten. Löschhubschrauber warfen nach Angaben der Bundespolizei 1069 Mal Wasser ab - insgesamt mehr als eine Million Liter Wasser.

Weitgehende Entwarnung gab es hingegen bei einem weiteren Brand an einer Bahnstrecke zwischen Finsterwalde und Falkenberg im Süden Brandenburgs. Dort waren mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Die Flammen griffen teils auf Böschungen, Felder und Wald über. "Die Brände entlang der Bahnstrecke sind in allen Bereichen abgelöscht, so dass nur noch Nachlöscharbeiten notwendig sind", sagte Dirk Gebhard, Dezernent des Landkreises für Recht, Ordnung und Landwirtschaft.

Am Abend hob auch die Deutsche Bahn sämtliche Sperrungen entlang der Strecke auf. Das Feuer war nach Angaben der Löschkräfte vermutlich durch Funkenflug während einer Zugfahrt ausgelöst worden. (dpa)

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