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Lifeline startet unter deutscher Flagge

Zur siebten Mission stechen die Seenotretter aus Dresden mit einem neuen Schiff in See. Mit der heimischen Registrierung nimmt die Hilfsorganisation Malta und Italien den Wind aus den Segeln.

© Stefan Becker

Dresden. Es geht wieder los und diesmal mit den Farben Schwarz-Rot-Gold. Wenn das neue Schiff von Mission Lifeline in den nächsten Tagen im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste eintrifft, weht am Heck eine deutsche Fahne. Das wird die Schiffbrüchigen in den seeuntüchtigen Gummibooten wahrscheinlich nicht weiter interessieren, doch der Crew beim Einlaufen in einen Hafen das Leben leichter machen.

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Denn wegen eines Flaggen-Streits liegt die ursprüngliche „Lifeline“ seit Monaten im Hafen von Valletta fest und steht Kapitän Claus-Peter Reisch dort vor Gericht. Der Vorwurf der maltesischen Justiz: Die niederländische Flagge am Heck sei illegal. Die Registrierungsstelle in Holland hätte den Sachverhalt längst klären können - die Behörde aber schweigt. In demselben Dilemma befand sich auch die „Sea Watch 3“ der gleichnamigen NGO mit Sitz in Berlin. Der Flaggenstreit löste sich zwar auf zugunsten der Seenotretter, doch drei Monate blockierte die maltesische Regierung das Schiff. Erst am Samstag durfte es den Hafen von Valletta verlassen -– für die Fahrt zu einer Werft in Spanien.

Die Dresdner aber wollen wieder in das Einsatzgebiet vor der libyschen Küste und dort Ausschau halten nach Booten in Seenot. Die siebte Mission konzentriere sich auf das Sichten und Melden von Schiffbrüchigen an die entsprechenden Stellen, sagt Axel Steier von Mission Lifeline. Zwar befinde sich das Schiff samt Crew noch in der Vorbereitung auf den Einsatz, aber die Leinen seien los, so Steier. (stb/szo)

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