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Lifeline wieder im Mittelmeer

Neues Schiff, neue Strategie, neue Mission: Die Dresdner Hilfsorganisation kreuzt mit einem Segelboot vor der libyschen Küste.

© Mission Lifeline

Dresden. 80 Meilen nördlich der libyschen Küste nimmt das neue Schiff der Dresdner Seenotretter Kurs auf die potenzielle Todeszone des Mittelmeeres. Wo die überladenen Boote der Flüchtlinge sinken, weil ihnen der Sprit aus geht, Seeräuber die Motoren stehlen oder der Seegang die Boote kentern lässt.

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Lifeline startet unter deutscher Flagge

Zur siebten Mission stechen die Seenotretter aus Dresden mit einem neuen Schiff in See. Mit der heimischen Registrierung nimmt die Hilfsorganisation Malta und Italien den Wind aus den Segeln.

„Die 15 Meter lange Jacht segelt unter deutscher Flagge“, sagt Axel Steier von Mission Lifeline. Der Heimathafen sei Hamburg. Für die siebte Mission habe das Boot an die 180 Rettungswesten an Bord sowie 300 Mahlzeiten als Notration für Schiffbrüchige. Zum Rettungs-Proviant zählen auch 600 Liter Trinkwasser. Sollte einmal Flaute herrschen, bunkern im Tank noch 700 Liter Diesel für eine stetige Einsatzbereitschaft.

Anders als die auf Malta festliegende „Lifeline“ kann der Segler keine Schiffbrüchigen aufnehmen. Die Crew konzentriere sich auf das Scannen des Seegebietes, das Sichten von potenziellen Havaristen und das Verständigen der Rettungsleitstellen MRCC in Rom und auf Malta. Diese Strategie verfolge laut Steier momentan das Gros der privaten Seenotretter, deren große Schiffe in Italien und auf Malta festliegen.

Die siebenköpfige Crew bestehe aus drei erfahrenen Seglern, einem Sanitäter mit Notfallrucksäcken, einem IT- und Elektroexperten für die Überwachung des Seegebietes sowie zwei sogenannten RIB-Fahrern, die das angehängte Schlauchboot steuern können, das dann die Schiffbrüchigen auf dem Havaristen versorgt.

Damit ist die Mission Lifeline aus Dresden wieder zurück am Ort des tragischen Geschehens, von dem sie Politik und Justiz fast vier Monate ferngehalten haben. (stb/szo)

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