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Bautzen

Linke kritisiert Zusammenarbeit mit AfD

Beim Politischen Aschermittwoch in Bautzen nahm der Kreisvorsitzende vor allem die CDU aufs Korn. Die Veranstaltung war für die Partei eine Premiere.

Susane Schaper, Landesvorsitzende der Linken.
Susane Schaper, Landesvorsitzende der Linken. © Carmen Schumann

Bautzen. Neu für Bautzen: Neben der CDU, die traditionell ihren Politischen Aschermittwoch in Bautzen feiert, hatte nun erstmals auch der Kreisverband der Linken zu einer solchen Veranstaltung eingeladen, die zu einer Tradition werden soll. Am Mittwochabend sprachen in der Röhrscheidtbastei vor etwa 50 Sympathisanten der Kreisvorsitzende Silvio Lang und die sächsische Landesvorsitzende Susanne Schaper. Es musizierte die Band PirMoll aus Pirna, die Arbeiterlieder modern interpretiert.

In seiner Rede beklagte Silvio Lang, dass über die aufgeflogene Nazi-Gruppe „Teutonica“ zu wenig Aufhebens in der Presse gemacht wurde. Diese Terroristen hätten Muslime und Linke töten und damit einen Bürgerkrieg in Deutschland auslösen wollen. Sie hatten 500 Namen auf einer Todesliste und besaßen scharfe Waffen.

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Natürlich setzte sich Silvio Lang auch mit den Ereignissen in Thüringen auseinander. Er lobte seinen Parteifreund Bodo Ramelow, der mit seinem genialen Schachzug, Christine Lieberknecht als Übergangs-Ministerpräsidentin vorzuschlagen, die CDU vorgeführt hatte. Er habe richtigerweise auf die politische Dummheit der CDU, deren Dreistigkeit als selbst ernannte Staatspartei und ihren übersteigerten Habitus als einzige verbliebene Volkspartei gesetzt und ihr somit nochmal ein paar Prozentpunkte abgenommen.

Lang kritisierte die Bautzener CDU. Er warf ihr vor, den Bruch mit dem demokratischen Konsens zu vollziehen. Hintergrund ist eine gemeinsame Initiative von CDU, FDP, AfD und Bürgerbündnis zum Haushalt der Stadt Bautzen. Die Konservativen machten damit denselben Fehler wie vor 90 Jahren und öffneten den Faschisten Tür und Tor, sagte Lang.

Partei lehnt Nato-Übung ab

Auch Susanne Schaper befasste sich in ihrer launigen Rede mit den Vorgängen in Thüringen. Diese seien verheerend für die Demokratie. Susanne Schaper unterstrich die Aussage ihrer Partei, die bereits auf der letzten Landtagssitzung die Nato-Übung Defender 2020 scharf verurteilt hatte. Denn es sei ein Spiel mit dem Feuer, wenn 30.000 Soldaten, darunter 4.000 deutsche, an die russische Grenze verlegt werden.

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