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Sachsen

Linke-Politiker kritisiert Parteiführung

Die Partei büßte bei der Landtagswahl in Sachsen viele Sitze ein. Nun fehlen Experten in der Fraktion.

Klaus Bartl (Die Linke) saß seit 1990 im sächsischen Landtag.
Klaus Bartl (Die Linke) saß seit 1990 im sächsischen Landtag. © Arvid Müller

Dresden. Der sächsische Linke-Politiker Klaus Bartl hat die Führung seiner Partei in Sachsen kritisiert. "Dass es nun etwa keinen Juristen mehr in der Fraktion gibt, war ein klarer Führungsfehler", sagte der 68 Jahre alte Anwalt und Fraktionsvize am Mittwoch der "Bild"-Zeitung (online) in Dresden. 

Er verstehe nicht, warum man etwa bei der Aufstellung der Landesliste ein solch kompliziertes Verfahren gewählt habe. "Frauenquote schön und gut, muss sein, stehe ich dazu. Aber dann hat man es mit dem Proporz übertrieben. Jugendquote, Regionalproporz - diese Dinge müssen dann auch mal zu Gunsten der Kompetenz zurückstehen", wird Bartl zitiert.

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Bartl vertrat seine Partei seit 1990 im Sächsischen Landtag. Er trat in diesem Jahr nicht wieder an. Mit Blick auf seine Zeit im Parlament bedauerte er, dass die Linken in all der Zeit nur einen einzigen Antrag durchbekam, da die CDU Anträge der Linken generell ablehnte. "Das war 1993 noch in der Dreikönigskirche. Titel: "Nichtverwendung von afrikanischen Tropenhölzern in Einrichtungen des Landtages". Das war spätabends, die CDU war womöglich schon in der Kantine." 

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